Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit leichten Zuwächsen / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,74 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit Gewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,74 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,12 Prozent auf 120,40 Punkte.
Der Abwärtstrend für die Anleihenkurse ist nach Einschätzung der Helaba-Analysten jedoch intakt und die Risiken auf der Unterseite bleiben präsent. Einzig die überverkaufte Marktlage lässt auf eine fortgesetzte Stabilisierung hoffen, hieß es weiter von den Experten.
Marktbeobachter verwiesen zur Wochenmitte auf abwartende Akteure. Erst am Abend wird die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank veröffentlicht. Auf der dritten Zinssitzung der US-Notenbank Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh erwarten viele Analysten, dass er erstmals die Leitzinsen anheben könnte. Auch an den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen.
Die Unsicherheit bleibt aber, da Fed-Chef Kevin Warsh bisher auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtete. Finanzmarktindikatoren sehen eine Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent für eine Leitzinsanhebung.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,21 3,25 -0,04 -3 5 Jahre 3,44 3,45 -0,01 10 10 Jahre 3,74 3,75 -0,01 22 30 Jahre 4,11 4,13 -0,02 23
ste/spa