ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
Europas Börsen sind am Dienstag mit
Verlusten aus dem Handel gegangen. Am Tag vor dem Zinsentscheid der
US-Notenbank Fed hielt sich der Verkaufsdruck allerdings in Grenzen
- trotz zuletzt wieder kräftig anziehender Ölpreise.
Mit 6.236,50 Punkten dämmte der EuroStoxx 50 sein
Minus auf 0,38 Prozent ein. Im Tagesverlauf war der Leitindex der
Eurozone zeitweise auf ein Tief seit Juli abgesackt. Auch außerhalb
des Euroraums gab es diesmal Kursabschläge: Der Schweizer Leitindex
SMI verlor letztlich noch 0,50 Prozent auf 13.808,87
Punkte. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,37
Prozent auf 10.658,13 Punkte nach unten. Zu Wochenbeginn hatten sich
beide Indizes robust gezeigt.
"Der Ölpreis bleibt hartnäckig hoch", kommentierte
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.
"Gleichzeitig hat die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die
Marke von fünf Prozent erreicht - das ist Gift für Aktien." Dass die
Fed am Mittwoch ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anheben dürfte
- wie jüngst die Europäische Zentralbank -, ist an den Finanzmärkten
schon weitgehend eingepreist.
Größter Verlierer im marktbreiten Stoxx Europe 600
waren am Dienstag die Aktien der Finanzdienstleister und
Börsenbetreiber . Auch Bankentitel ,
die unter den Finanzdienstleistern rangiert, büßten 3,4 Prozent ein.
Marktbeobachter verwiesen auf Regulierungssorgen im Vorfeld
anstehender politischer Diskussionen sowie auf die allgemeine
Schwäche des Finanzsektors.
Verkauft wurden zudem Titel von Luxusunternehmen: Hermes
, LVMH und Richemont
büßten 1,9 bis 2,8 Prozent ein. Hier belasteten enttäuschende
Konjunkturdaten aus China. Der dortige Einzelhandelsumsatz war im
August unter den Erwartungen geblieben und zeugte damit von dem
schleppenden Konsum in China./gl/nas