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Wiener Börse 2- ATX büßt 0,25 Prozent ein / Bei Sitzung der US-Notenbank am morgigen Mittwoch wird mit einer Zinserhöhung gerechnet - Bankentitel unter Druck

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Die Wiener Börse ist am Dienstag nach einem kurzen Aufbäumen mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex ATX lag mit einem Abschlag von 0,25 Prozent auf 6.746,53 Punkten. Der breitere ATX Prime gab 0,24 Prozent auf 3.311,48 Einheiten ab. Die europäischen Börsen zeigten sich ebenfalls mit Abgaben.

Zu einem großen Teil dafür verantwortlich sind die steigenden Ölpreise, die am Nachmittag wieder zulegten, nachdem sie zuvor noch anfängliche Gewinne abgegeben hatten. Nachrichten aus Libyen sorgten für zusätzliche Verunsicherung am Markt. Demnach wurde das Al-Tahar-Ölfeld geschlossen. Die Stilllegung ist auf die erzwungene Sperrung der Hamada-Zawiya-Pipeline zurückzuführen, wie die staatliche Ölgesellschaft National Oil auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Libyen verkauft einen großen Teil seines Rohöls nach Europa. Haupttreiber der Ölpreise bleibt aber wenig überraschend der Iran-Krieg. Eine Öffnung der Straße von Hormuz ist weiterhin nicht in Sicht.

Der internationale Blick der Anleger richtet sich derzeit besonders auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am morgigen Mittwoch. Am Markt ist eine Leitzins-Erhöhung inzwischen zu 90 Prozent eingepreist. "In Amerika haben die jüngsten Inflationsdaten dazu geführt, dass die Märkte eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed als wahrscheinlicher erachten", stellte Ann-Katrin Petersen, Kapitalmarktstrategin bei BlackRock, fest. Die Erhöhung der Zinsspanne wird um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Die Spannung bleibt aber groß, da der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

In Österreich hat sich die Konjunkturstimmung im August minimal verbessert. Der Konjunkturindikator der UniCredit-Bank-Austria fiel mit minus 0,7 Punkten weiter negativ aus, verbesserte sich aber leicht gegenüber dem Vormonatswert (Juli: minus 0,8 Punkte). Der Indikator erreiche damit "den höchsten Stand seit Beginn des US-Angriffs auf den Iran und der Blockade der Straße von Hormuz", erklärt der Chefökonom der Bank, Stefan Bruckbauer, am Dienstag in einer Aussendung.

An der Wiener Börse gingen heute die Bankwerte mit Verlusten aus dem Tag. Raiffeisen Bank International (RBI) fielen um 1,5 Prozent. Erste gaben 1,2 Prozent ab. Für die BAWAG-Anteilscheine ging es 0,2 Prozent abwärts. Damit folgten sie der internationalen Abwärtstendenz von Finanztiteln.

Der Flughafen Wien hat heute einen dringenden Appell an die Bundesregierung gerichtet, die Flugabgabe spürbar zu senken. Die im Budget reservierten 30 Mio. Euro pro Jahr seien zwar ein erster Schritt, aber "zu wenig", um das Passagierminus abzufangen, sagte Flughafen-Vorstand Julian Jäger im Klub der Wirtschaftspublizisten. Eine Halbierung der Ticketsteuer würde dem Finanzminister laut seinen Berechnungen unter dem Strich mehr Geld bringen als kosten. Die Aktie ging ATX Prime unbewegt aus dem Tag.

Der Baukonzern Strabag erweitert den Vorstand mit Christa Koenen auf sechs Personen. Koenen wird ab 1. Jänner nächsten Jahres die IT-Agenden sowie die Themenbereiche Digitalisierung und Innovation verantworten. Strabag verloren 0,9 Prozent.

Die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S gewannen 1,2 Prozent, konnten damit den gestrigen Verlust von über 9,0 Prozent nicht wettmachen.

Topwerte im ATX-Segment waren voestalpine mit plus 1,7 Prozent. Ins Plus arbeiteten sich auch die OMV-Aktien mit 0,7 Prozent. Als ATX-Schlusslichter verloren VIG 1,5 Prozent

moe/spa

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