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Studie: Steigende Energiepreise größtes Inflationsrisiko

Wenn die Energiepreise weiter steigen, wirkt sich das unmittelbar auf die Teuerungsrate aus: Bei einem Anstieg der Öl- und Gaspreise um jeweils 10 Prozent könnte die Gesamtinflation in Deutschland um bis zu 0,22 Prozentpunkte zunehmen, heißt es in einer Studie der Brüsseler Denkfabrik New Economics Foundation (NEF).

Zudem modellierten die Forscher einen Anstieg der Öl- und Gaspreise um 50 Prozent. Ihren Berechnungen zufolge könnte ein solcher Anstieg die ohnehin vorhandene Inflation in Europa im folgenden Jahr um bis zu 1,8 Prozentpunkte erhöhen. Laut der Analyse stellt ein Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe in fast allen Ländern Europas das größte Inflationsrisiko dar.

Der Ausbau heimischer Wind- und Solarenergie zur Abwendung der Klimakrise sei daher zugleich entscheidend, um die Inflation zu begrenzen. Maike Schmidt von der NEF sagt: "Der Preis fossiler Brennstoffe war in den vergangenen 50 Jahren der Auslöser für die meisten großen Phasen hoher Inflation in Europa - vom OPEC-Embargo in den 1970er-Jahren über den Einmarsch Russlands in die Ukraine bis hin zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran." Die Abhängigkeit von den volatilen Preisen für Öl und Gas zu beenden, sei der einzige Weg, die Inflation auf dem gesamten Kontinent zu begrenzen.

Weiter hieß es: Europa sei nur unzureichend auf solche Schocks vorbereitet, da die von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten vergleichsweise hohen Zinssätze den Aufbau einer Infrastruktur für erneuerbare Energien sehr teuer machten. Die Wissenschaftler empfehlen, dass die EZB einen separaten, niedrigeren Zinssatz für grüne Investitionen wie Wind- und Solarenergie festlegt. "Auf diese Weise könnte die EZB den Leitzins erhöhen, ohne die Kreditaufnahme für grüne Investitionen so stark zu verteuern, dass diese wirtschaftlich nicht mehr tragfähig wären."/rdz/DP/zb

AXC0025 2026-09-15/05:44

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