Devisen: Euro gibt deutlich nach - Ölpreisanstieg sorgt für Verunsicherung
Der Kurs des Euro
Der Dollar wurde durch die verschärfte Lage im Nahen Osten und die erneut deutlich gestiegenen Rohölpreise gestützt. Die immer weiter steigenden Energiepreise erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Die Notenbank gibt an diesem Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekannt.
An den Finanzmärkten wird mittlerweile eine Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte zu knapp 90 Prozent eingepreist. Zuletzt hatten die am Freitag veröffentlichten Inflationsdaten für August die Zinserhöhungserwartungen angeheizt. Die Inflationsrate lag weiterhin deutlich über dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Die Aussichten für die künftige Inflationsentwicklung sind zudem düster, da die Energiepreise seit September deutlich gestiegen sind.
Unter dem Eindruck, der auch in den USA wieder anziehenden Zinserwartungen habe der Dollar etwas Boden gegenüber dem Euro gut machen können, bemerken die Analysten der Helaba in ihrem Kommentar. Der Dollar profitiert auch von den gestiegenen Ölpreisen, da Rohöl in Dollar gehandelt wird und so die Nachfrage nach Dollar steigt. Zudem profitiert der Dollar als Weltleitwährung und sicherer Hafen von der Verunsicherung.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85598 (0,85815) britische Pfund, 178,52 (178,56) japanische Yen und 0,9431 (0,9451) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.271 Dollar. Das waren rund 78 Dollar weniger als am Freitag./jsl/jha/
ISIN EU0009652759
AXC0209 2026-09-14/16:50