Bundesregierung: Nehmen KI-Warnungen 'sehr ernst'
Die Bundesregierung ruft nach Warnungen mehrerer US-Techbosse vor Gefahren einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz zur Suche nach globalen Lösungen auf. "Wir nehmen die Warnungen, die wir da gehört haben, sehr ernst", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer vor Journalisten in Berlin. Das höchste Sicherheitsgremium - der Nationale Sicherheitsrat - habe sich bereits zweimal mit diesem Thema beschäftigt, worüber im Nachgang auch informiert worden sei.
Meyer sprach mit Blick auf Wirtschaft, Produktivität oder Medizin von großen Chancen durch KI einerseits und Risiken und Gefahren andererseits und plädierte für Lösungen etwa im Rahmen der G7. "Und deshalb ist es wichtig, dass wir beides machen müssen, jetzt auch nicht nur in Doomsday-Szenarien zu denken, sondern beides: die Chancen ergreifen und dort, wo wir Risiken sehen, aber auch entschlossen agieren und handeln."
Warnungen von KI-Größen wie Sam Altman
Ein Sprecher des Bundesdigitalministeriums (BMDS) sagte, "wenn KI-Modelle immer wirkmächtiger werden, aus Testumgebungen ausbrechen und auch in andere Systeme eigenständig eindringen, haben wir es mit einem völlig neuen Bedrohungsszenario tun. Das ist ein Paradigmenwechsel, auf den diese Bundesregierung reagiert und auch handelt." Er verwies auf das neu gegründete nationale KI-Sicherheitsinstitut, das sicherheitsrelevante Risiken mit Blick auf KI frühzeitig identifizieren solle.
Am Wochenende hatten erneute Aufrufe von KI-Techbossen in den USA, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zu verlangsamen, für Aufregung gesorgt. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, machte einen solchen Vorstoß. Zuspruch kam von Rivalen wie dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, sowie Tech-Milliardär Elon Musk. Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob eine sich selbst verbessernde KI über kurz oder lang in der Lage sein könnte, sogar die Menschheit auszulöschen./jr/DP/stw
AXC0154 2026-09-14/14:03