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Weimer rechnet mit erneuter Kanzlerkandidatur von Merz

Medien- und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer rechnet trotz der derzeit schwierigen Lage für Bundeskanzler Friedrich Merz mit einer erneuten Kanzlerkandidatur des CDU-Chefs. "Die CDU wird mit Friedrich Merz antreten", sagte Weimer im Podcast "Alles gesagt?" der "Zeit". Voraussetzung sei, dass die Bundesregierung aus der derzeitigen "Sanierungs- und Reparaturphase" herauskomme. Dann sei eine erneute Kandidatur von Merz bei der nächsten Bundestagswahl "einfach die natürliche Ordnung, die zu erwarten ist", sagte Weimer. Das Gespräch wurde am 10. September aufgezeichnet.

Bundeskanzler Merz steht nach der krachenden Wahlniederlage seiner Partei in Sachsen-Anhalt und dem haushohen Wahlsieg der AfD unter Druck. Dazu kommen schlechte persönliche Umfragewerte.

Weimer: Merz ist ein "Marathonmann"

Weimer stärkte dem Kanzler in dem Gespräch den Rücken. Die derzeitige Situation für Merz sei schwierig. Er sei jedoch ein "Marathonmann" und habe "eine große innere Resilienz". "Er verkörpert auch Comeback", sagte Weimer.

Weimer kennt Merz nach eigenen Angaben seit Ende der 1990er Jahre. "Und so begann dann auch die Freundschaft", sagte er über ihr Kennenlernen. Während Merz' Auszeit von der Politik hätten beide am Tegernsee "viel Zeit miteinander verbracht" und über Politik gesprochen. Weimer habe ihm damals zur Rückkehr geraten: "Ich habe ihm immer gesagt, Friedrich, du bist ein Unerfüllter, du musst zurück in die Politik."

Abstimmung mit AfD-Stimmen rückblickend ein Fehler

Kritisch äußerte sich Weimer zugleich zu einer umstrittenen Abstimmung im Bundestag vor der Bundestagswahl. Damals hatte die Union einen Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik mit Stimmen der AfD durchgesetzt. Auf die Frage, ob man Merz damals hätte raten sollen, dies nicht zu tun, sagte Weimer: "Rückblickend, ich habe das für einen Fehler gehalten."

Grundsätzlich hält Weimer an einer Abgrenzung von der AfD fest. "Ich bin Team Brandmauer", sagte er. Zugleich müsse die Politik mit veränderten parlamentarischen Mehrheiten umgehen./svv/DP/stw

AXC0137 2026-09-14/13:30

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