Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 1,61 Prozent / AT&S verliert mehr als neun Prozent - Bankwerte fallen ebenfalls
Die Wiener Börse hat sich am Montag weiterhin mit Verlusten gezeigt. Der Leitindex ATX verlor zu Mittag 1,61 Prozent auf 6.774,06 Punkte. Der ATX Prime gab um 1,60 Prozent auf 3.324,92 Zähler nach. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es wegen der steigenden Ölpreise und neuer KI-Bedenken größtenteils abwärts.
Die Ölpreise legten zum Wochenstart wegen der von Saudi-Arabien abgeschalteten Ölpipeline und der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormuz zu. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November näherte sich wieder der Marke von 110 US-Dollar.
Zudem bringt die rasante KI-Entwicklung Sorgen mit sich. Große amerikanische KI-Firmen zeigen sich nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, zeigte sich am Wochenende besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen.
Diese KI-Sorgen belasten weltweit die Werte mit Fantasie bei diesem Trendthema. An der Wiener Börse verbilligten sich die AT&S-Anteilsscheine um über neun Prozent.
Für die Lenzing-Aktie setzte sich der Abwärtstrend mit einem Minus von fast drei Prozent fort, nachdem die Titel des oberösterreichischen Faserherstellers bereits am Freitag über drei Prozent verloren hatten.
Zudem fielen die schwergewichteten Bankwerte. RBI nahmen um 2,86 Prozent auf 64,60 Euro ab, Erste Group verloren 2,62 Prozent auf 118,80 Euro. Dabei hatten die Analysten von Barclays beide Kursziele - RBI auf 59,00 Euro, Erste auf 135,00 Euro - erhöht.
Aufwärts ging es hingegen für die Aktien von UNIQA mit einem Plus von 1,32 Prozent sowie von Strabag mit einem Plus von 0,56 Prozent.
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