Europäische Regierungschefs warnen vor russischer Aggression
Mehrere europäische Regierungschefs haben beim Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi vor einer wachsenden Gefahr aus Russland gewarnt. Der Angriff auf einen Zug nahe der polnischen Grenze habe gezeigt, dass Russland "von Tag zu Tag aggressiver" werde, sagte Finnlands Regierungschef Petteri Orpo. Russland sei "eine permanente Bedrohung für ganz Europa" und es sei klar, dass Moskau nach einem Ende des Kriegs in der Ukraine "seine Streitkräfte an unsere Grenze und andere europäische Grenzen verlegen wird".
Die Antwort darauf müsse sein, dass man die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion noch entschiedener unterstütze als bisher, so der Finne weiter. Es brauche zudem mehr politische Maßnahmen und Sanktionen, um Moskau zu zeigen, dass es auf dem falschen Weg sei.
Forderung nach klügerem Vorgehen und mehr Koordination
Der litauische Präsident Gitanas Nauseda warnte davor, die Bedrohung aus Russland auf einzelne Regionen zu beschränken. Vorfälle hybrider Kriegsführung, hinter denen mutmaßlich Russland stecke, ereigneten sich nicht nur in den baltischen Staaten, sondern auch in Deutschland und anderswo. Die Aggression des Kremls richte sich zudem gegen die Rechtsstaatlichkeit und den Lebensstil in Europa.
Lettlands Regierungschef Andris Kulbergs wies darauf hin, dass Russland die Berechenbarkeit der europäischen Nato-Verbündeten ausnutze. "Wir spielen immer nach den Regeln und den Richtlinien. Das ist genau, was Russland von uns erwartet", sagte er zu Journalisten. Man müsse klüger vorgehen und sich enger koordinieren, um Gefahren abzuwehren./cmy/DP/stw
AXC0115 2026-09-14/12:06