Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursrückgängen / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe stieg um 4 Basispunkte auf 3,61 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit Verlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 4 Basispunkte auf 3,61 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 20 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,30 Prozent auf 121,51 Punkte.
Marktbeobachter verwiesen zur Wochenmitte auf einen impulsarmen Handel, abseits der Ölpreisentwicklung. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent kostete erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar.
Spannend dürfte es im weiteren Wochenverlauf werden. Am Donnerstag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an. Angesichts der hartnäckigen Inflation wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkten gerechnet.
Am Freitag folgen Inflationsdaten aus den USA, die wichtige Impulse für die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche liefern dürften. Am Markt wird eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen. Insbesondere der Iran-Krieg sorgt für weiter hohe Ölpreise und schürt somit Inflationssorgen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,01 2,99 0,02 -4 5 Jahre 3,27 3,23 0,04 9 10 Jahre 3,61 3,57 0,04 20 30 Jahre 4,10 4,07 0,03 25
ste/spa