Der weiter steigende Ölpreis hat zur
Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Der
Leitindex Dax fiel in den ersten Handelsminuten um
ein halbes Prozent auf 25.879 Punkte. Die Marktteilnehmer dürften
sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen
Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die
zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.
Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab ebenfalls
um ein halbes Prozent auf 32.388 Zähler nach. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,6 Prozent.
Der erneute Anstieg der Ölpreise dürfte den Anlegern nicht
schmecken. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent erreichte
die Marke von 100 US-Dollar. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben
fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Sie seien
Teil eines "Schattennetzwerks" zur Finanzierung der iranischen
Revolutionsgarden.
Mit Blick auf Einzelwerte ist die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche
Börse will eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro
ausgeben. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und
Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers
verloren 2,1 Prozent.
Eine Abstufung der Beiersdorf -Aktien von "Halten" auf
"Verkaufen" durch die Deutsche Bank ließ diese um 1,7 Prozent
nachgeben.
Die Papiere von SAP gewannen 1,5 Prozent. Sie waren
am Vortag unter Druck geraten. Auslöser waren neu aufgekommene
Sorgen an der Wall Street über die Konkurrenz von Künstlicher
Intelligenz für die Software-Branche.
Nicht gefragt waren Aktien der Rüstungsbranche. Die Anteilscheine
von Rheinmetall , Renk , Hensoldt
und OHB verloren zwischen 1,5 und 3
Prozent./bek/jha/