ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax gibt erneut leicht nach
Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag die
moderaten Kursverluste vom Wochenauftakt etwas ausgeweitet. Im
frühen Xetra-Handel verlor der Leitindex Dax 0,2
Prozent auf 25.946 Punkte. Gegen steigende Notierungen sprechen vor
allem die hartnäckig hohen Öl- und Gaspreise. Ein Barrel (159 Liter)
Öl der Nordseesorte Brent hat sich am Morgen der runden Marke von
100 US-Dollar angenähert.
"Bislang lassen sich Aktienanleger davon nicht aus der Ruhe
bringen", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Sollte
sich der Ölpreis allerdings länger auf hohem Niveau halten oder
sogar weiter ansteigen, dürften die Schäden für die Weltwirtschaft
hoch sein. "Und dann werden auch die Aktienmärkte den Ölpreis nicht
dauerhaft ignorieren können". Aktuell überwiege am Aktienmarkt die
Hoffnung auf eine nur kurze Eskalationswelle zwischen den USA und
dem Iran und einen anschließend schnellen Rückgang der Ölpreise.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen zeigte sich am
Dienstag mit 32.391 Punkten nahezu unverändert. Für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3
Prozent nach unten.
Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung:
Infineon -Aktien büßten nach einer Abstufung durch
Morgan Stanley 2,7 Prozent ein. Bei dem Chip-Hersteller sehen die
Experten zunächst kaum noch Auftrieb für die Markterwartungen.
Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion
und Nordex verhalfen diesen zu
Aufschlägen von 4,6 respektive 1,1 Prozent. Kion war damit größter
Gewinner im MDax.
Anteile des Vermögensverwalters DWS verteuerten sich
um 2,3 Prozent, angetrieben von einem Kaufvotum der US-Bank
Jefferies. DWS-Aktien haben seit Jahresbeginn um gut 37 Prozent
zugelegt.
Unter den kleineren Titeln im SDax fielen Hornbach
Holding auf mit einem Kurssprung von 8 Prozent und
dem höchsten Stand seit Ende vergangenen Jahres. Der Baumarktkonzern
hat im zweiten Geschäftsquartal eine robuste Nachfrage
verzeichnet./bek/jha/