Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet / ATX minus 0,8 Prozent - Ölpreise ziehen die Blicke auf sich
Nachdem die Wiener Börse den Montag mit einem neuen Schlussrekord abgeschlossen hat, wird zum Start in den Dienstag mit Abschlägen gerechnet. Bankenindikationen prognostizieren für den Leitindex ATX rund 35 Minuten vor Handelsbeginn ein Minus von rund 0,8 Prozent bei 6.847 Punkten. Ähnliches wird an den europäischen Börsen erwartet.
Im Blick der Investoren steht erneut die Lage im Nahen Osten. Die Ölpreise steigen vor diesem Hintergrund weiter. Aktuell überwiege am Aktienmarkt die Hoffnung auf eine nur kurze Eskalationswelle zwischen den USA und dem Iran und einen anschließend schnellen Rückgang der Ölpreise, fasst der Analyst Thomas Altmann von QC Partners zusammen.
Am gestrigen Tag fehlten wegen eines Feiertags Impulse aus den USA. Auf der Konjunkturseite stehen heute die Exportzahlen in Deutschland auf dem Programm. Nach fünf Monaten mit Anstiegen könnten die Ausfuhren im Juli stagniert haben. Darauf deutet zumindest eine Umfrage unter Marktbeobachtern hin.
In Österreich war es vor Handelsstart noch ruhig. Die Analysten der Erste Group Research haben heute Morgen das Kursziel für die EVN-Aktien von 36,0 auf 36,5 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" bleibt aufrecht. EVN beschlossen gestern den Handel mit minus 0,52 Prozent bei 28,90 Euro.
Der Halbleiterhersteller AT&S konnte gestern an den starken Wochenschluss anschließen und verbuchte an der ATX-Spitze ein Plus von 5,6 Prozent. AT&S profitierten dabei auch von internationalen Vorgaben.
Der ATX hatte am Montag um 0,69 Prozent höher bei 6.905,36 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:
AT&S +6,05% 175,40 Euro Strabag +2,37% 99,30 Euro Austtriacard +1,52% 10,00 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:
Kapsch TrafficCom -3,05% 4,45 Euro Frequentis -2,02% 72,80 Euro DO&CO -1,70% 202,50 Euro
moe/ger
ISIN AT0000999982