Wiener Börse (Nachmittag) - Leitindex ATX bei plus 0,3 Prozent / Irankrieg treibt "Partycrasher" Ölpreise - Konjunkturoptimismus in der Eurozone - AT&S gewinnen dank KI-Rückenwind
Die Wiener Börse hat am Montagnachmittag im Verlauf weiter mit Zuwächsen tendiert. Der Leitindex ATX gewann im Verlauf 0,34 Prozent auf 6.881,35 Punkte. Der breitere ATX Prime gewann 0,28 Prozent auf 3.378,93 Zähler. Damit bewegte sich Wien entgegen dem europäischen Trend, wo es mehrheitlich Verluste gab.
Auf die Stimmung an den Börsen drückt weiter der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der gegenseitige Beschuss ist auch am Wochenende weitergegangen. Zudem ist in Deutschland die Produktion im Juli überraschend gefallen. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 1,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist das größte Minus seit August 2025. Keine Impulse wird es aus den USA wegen eines Feiertags geben.
Dafür ist die Konjunktur-Zuversicht für den Euro-Raum gestiegen. Das Stimmungsbarometer stieg im September um 4,2 Punkte auf plus 5,1 Zähler und damit das fünfte Mal in Folge, wie die Beratungsfirma Sentix zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1.052 Anlegern mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf plus 2,0 Punkte gerechnet.
Diese Woche rückt besonders der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in den Fokus der Anleger. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist laut Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management inzwischen weitgehend Konsens.
Seitens heimischer Unternehmen blie es noch ruhig. Der Halbleiterhersteller AT&S konnte an den starken Wochenschluss anschließen und verbuchte an der ATX-Spitze ein Plus von 5,6 Prozent. AT&S profitierten dabei auch von internationalen Vorgaben. Am unteren Ende des heimischen Leitindex notierten Do&Co mit minus 1,9 Prozent.
Im Verlustbereich fanden sich auch die schwer gewichteten Bankenwerte Raiffeisen Bank International (RBI), BAWAG und Erste Group. Die Einbußen lagen bei allen drei Werten bei rund 0,2 Prozent. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten stiegen die OMV-Aktien dank dem Rückenwind gestiegener Ölpreise um 0,4 Prozent. Im Gewinnbereich waren auch die Bauwerte. Strabag stieg um 2,1 Prozent, Porr um 1,2 Prozent und Wienerberger um 1,1 Prozent.
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ISIN AT0000999982