Aktien Europa: Vorsicht zu Wochenbeginn - Schweizer Börse schwächelt
Die europäischen Aktienmärkte haben
zu Wochenbeginn überwiegend leichte Verluste verzeichnet. Deutlicher
nach unten ging es an der Börse in der Schweiz. Die Anleger hielten
sich vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am
Donnerstag und den am Freitag erwarteten US-Inflationsdaten zurück,
hieß es. Hinzu kommt, dass in den USA wegen eines Feiertags die
Börsen am Montag geschlossen sind und damit Impulse fehlen.
Gegenwind kam von steigenden Ölpreisen, nach erneuten gegenseitigen
Angriffen im Krieg zwischen den USA und dem Iran.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab gegen Mittag
leicht um 0,2 Prozent nach auf 6.382 Punkte. Außerhalb des Euroraums
notierte der britische FTSE 100 wenig verändert bei
10.830 Zählern. In der Schweiz ging es für den Leitindex SMI
indessen um 1,0 Prozent nach unten auf 14.252 Punkte.
Die Aktie des Schwergewichts Novartis gab in Zürich
um 3,1 Prozent nach. Der Pharmakonzern hatte in einer Studie mit dem
Lipoprotein-Senker Pelacarsen einen Rückschlag einstecken müssen.
Das Medikament hatte nicht den erhofften Erfolg beim Schutz vor
Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod gezeigt.
Swiss Re gaben zuletzt 1,7 Prozent nach. Die großen
Rückversicherer versuchen bei ihrem Branchentreffen in Monaco
derzeit, den weiteren Preisverfall im Schaden- und Unfallgeschäft in
Grenzen zu halten. Die Versicherer sehen wachsende Gefahren etwa
durch Überschwemmungen, Dürren, Hagel, schwere Gewitter und
Waldbrände.
An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen die Ölwerte mit
einem Plus von 1,1 Prozent. Die Branche profitierte erneut von den
gestiegenen Ölpreisen. Die Papiere von Eni kletterten
um 1,0 Prozent, Totalenergies gewannen zuletzt 1,2
Prozent./err/jha/