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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet / Konflikt USA-Iran drückt auf die Stimmung - Daten zur deutschen Industrieproduktion und dem Investorenvertrauen im Fokus

Nachdem die Wiener Börse am Freitag die Woche mit einem Plus beendet hat, wird sie zum Wochenstart schwächer erwartet. Bankenindikationen sahen den Leitindex ATX rund 45 Minuten vor Handelsstart mit minus 0,4 Prozent. Ähnliches wird bei den wichtigsten Europabörsen erwartet.

Auf die Stimmung an den Börsen drückt weiter der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der gegenseitige Beschuss ist auch am Wochenende weitergegangen, was die internationalen Ölpreise hoch hält.

International sind heute die Blicke auf die Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktion und die Daten des Sentix-Investorenvertrauens gerichtet. Bezüglich der Industrieproduktion merken die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) an, dass die Erwartungen an die Produktionszahlen nicht zu hoch gesteckt werden, da die Industrieumsätze noch rückläufig sind. Beim Investorenvertrauen scheint eine Stimmungsverbesserung unter den Finanzmarktteilnehmern möglich, hieß es weiter.

Ein weitgehend solides Konjunkturumfeld und eine zu hohe Inflation setzen die Europäische Zentralbank (EZB) laut Marktbeobachtern unter Druck, die Leitzinsen anzuheben. Mit Blick auf die Ratssitzung am Donnerstag wird mit einem Zinsschritt gerechnet.

In Österreich ist die Meldungslage noch dünn. Am Freitag führten AT&S mit einem satten Plus von mehr als elf Prozent die Gewinnerliste im ATX prime klar an. Die Bankwerte hingegen zeigten sich mehrheitlich mit negativen Vorzeichen. So schlossen die BAWAG-Titel 0,9 Prozent tiefer und Raiffeisen Bank International schwächten sich um 0,5 Prozent ab. Die Aktionäre der Erste Group konnten hingegen ein kleines Plus von 0,1 Prozent verbuchen.

Der ATX hatte am Freitag um 0,85 Prozent höher bei 6.858,28 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

AT&S          +11,16% 165,40 Euro
RHI Magnesita +8,77%  33,50 Euro 
Wienerberger  +3,37%  19,31 Euro 

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

Agrana     -1,73% 11,35 Euro
Uniqa      -1,71% 18,42 Euro
Rosenbauer -1,53% 64,40 Euro

moe/ger

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