Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet / Positive Übersee-Vorgaben - US-Arbeitsmarktbericht rückt in den Fokus
Der Handelsauftakt an der Wiener Börse wird am Freitag mit knapp behaupteter Tendenz erwartet. Bankenindikationen taxierten den heimischen Leitindex ATX rund 30 Minuten vor Sitzungsbeginn mit einem kleinen Minus von 0,05 Prozent. An den europäischen Leitbörsen werden zu Wochenschluss leicht höhere Notierungen erwartet. Die Vorgaben der Übersee-Börsen fielen positiv aus.
An den Finanzmärkten bleibt das Umfeld angesichts des scheinbar unlösbaren Iran-Konflikts und hoher und weiter steigender Energiepreise schwierig, kommentierten die Helaba-Experten. Auch die Spannungen zwischen Russland und Europa sprechen derzeit für eine eher getrübte Stimmungslage. Für Unterstützung sorgten zuletzt nachlassende Zinserhöhungserwartungen bezüglich der US-Notenbank, nachdem Fed-Vertreter mit Blick auf die FOMC-Sitzung in knapp zwei Wochen Geduld eingemahnt haben.
Datenseitig steht heute der Arbeitsmarktbericht in den USA im Mittelpunkt des Interesses. Neben der Preisstabilität hat die Fed das Ziel, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 4,1 Prozent, was als Zielerreichung gelten könnte, hieß es weiter.
Zum Sitzungsende am Donnerstag hatte der österreichische Leitindex ATX 0,67 Prozent im Plus auf 6.800,72 Punkten gelegen. Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich die Wiener Börse damit wieder erholt. Unterstützung kam dabei von den Überseebörsen, wo Äußerungen aus der US-Notenbank Fed den Anlegern Anlass gaben, ihre Wetten auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed Mitte September wieder etwas zurückzuschrauben.
Zumtobel reagierten zwischenzeitlich mit einem kräftigen Kursplus auf ein verbessertes Ergebnis bei stagnierendem Umsatz, brachten jedoch nur einen Kursgewinn von 0,2 Prozent über die Ziellinie. Die Analysten der Erste Group sprachen von gemischten Ergebnissen. Die Margenentwicklung in den Sparten Lighting und Components sei ermutigend, doch ein enttäuschendes EBIT und die anhaltende Umsatzstagnation würden die positiven Aspekte einschränken.
Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:
UNIQA +4,23% 18,74 Euro Vienna Insurance Group +3,07% 73,80 Euro Palfinger +2,76% 31,70 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:
RHI Magnesita -2,22% 30,80 Euro OMV -1,85% 68,85 Euro FACC -1,55% 16,52 Euro
ger/szk
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