Die Wiener Börse hat am Mittwoch einen sehr ruhigen
Handel kaum verändert beendet. Der Leitindex ATX
schloss mit minus 0,04 Prozent bei 6.755,61 Punkten. An den
europäischen Leitbörsen ging es hingegen überwiegend leicht in den
Minusbereich.
Der jüngste Höhenflug der Ölpreise belastet unverändert
international die Anlegerstimmung. Die USA und der Iran greifen sich
weiter gegenseitig an, was die Ölpreise nach oben treibt und Sorgen
vor einer weiter anziehenden Inflation schürt.
In Wien lagen auf Unternehmensebene kaum Meldungen vor. Der
Energieversorger EVN steigt mit der Übernahme der
Baywa Mobility Charging in den deutschen Markt für
Schnellladeinfrastruktur ein. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen
vereinbart worden. Die übernommene Gesellschaft betreibt derzeit 30
Standorte mit 170 Schnellladepunkten in Deutschland, vor allem in
Bayern. Bis 2027 soll das Netz auf 54 Standorte mit insgesamt 306
Ladepunkten wachsen. Die EVN-Papiere schlossen mit minus 1,2
Prozent.
Die schwergewichteten Banken wiesen keinen einheitlichen Trend auf.
Die Aktionäre der Bawag konnten ein Plus von 0,4
Prozent verbuchen, während sich die Titel der Raiffeisen Bank
International um 1,3 Prozent verteuerten. Die Papiere
der Erste Group fielen hingegen um 0,8 Prozent.
Unter den weiteren Schwergewichten sanken die Andritz
-Anteilsscheine um 0,7 Prozent. Im Technologiebereich
gewannen AT&S-Aktien 2,3 Prozent. Voestalpine
schwächten sich um 1,2 Prozent ab und Wienerberger
bauten ein Minus von 3,6 Prozent.
Verbund-Anteilsscheine fielen um 1,3 Prozent.
Die Aktien von SBO knickten um 3,2 Prozent ein. Laut Einschätzung
der Erste Group-Analysten könnte die Aktie laut der "ATX watchlist"
für den August aus dem ATX fallen. Die Neuzusammensetzung des
heimischen Leitindex sollte am 18. September nach Börsenschluss
stattfinden. Aufsteigen könnte laut Erste-Experten die Aktie von
Mayr-Melnhof , die Papiere des Kartonherstellers
fielen zur Wochenmitte 0,3 Prozent./ste/spa/APA/jha