Viel Interesse an Briefwahl in Sachsen-Anhalt
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag gibt es viel Interesse an der Briefwahl. Bis zum 25. August wurden schon an rund 335.000 der rund 1,69 Millionen Wahlberechtigten Unterlagen dazu ausgegeben - das entspricht einem Anteil von rund 20 Prozent. Das sind mehr als die knapp 315.567 Menschen, die bei der Landtagswahl vor fünf Jahren per Brief abgestimmt haben, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte.
Die Frist für die Briefwahl endet am Freitag: "Ein Wahlschein kann bis spätestens 4. September 2026, 15.00 Uhr, beantragt werden", erklärt die Landeswahlleitung. In besonderen Ausnahmefällen wie einer plötzlichen Erkrankung sei das aber auch am Wahltag noch bis 15.00 Uhr möglich.
Laut der Mitteilung scheint das Interesse im Wahlkreis 33 Merseburg landesweit am geringsten zu sein scheint: Dort wurden bis zum 25. August nur für 8 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen ausgegeben.
Vergangene Woche hatte der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla gemutmaßt, bei der Briefwahl könnte nicht alles mit rechten Dingen zugehen. Daraufhin hatte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann Spekulationen zurückgewiesen, die Briefwahl sei unsicher und leicht manipulierbar. Diese Behauptungen, egal von wem erhoben, seien nicht neu. Es werde etwa sichergestellt, dass Briefwahlunterlagen nur an Berechtigte rausgingen.
Auszählung ist öffentlich
Zudem könne eine Person nur für maximal vier andere Briefwahlunterlagen beantragen. Und die Wahlvorstände, die die Briefwahlstimmen auszählen, seien mit fünf bis neun Mitgliedern besetzt, die sich gegenseitig kontrollierten. Weiter betonte die 61-jährige Juristin, die seit 1992 in dem Land schon zehn Wahlen begleitet hat, dass die Auszählung der Briefwahlstimmen öffentlich ist und von jedem beobachtet werden kann, soweit das ohne Störung möglich ist./toz/DP/stk
AXC0128 2026-09-01/11:45