EQS-News: Sto SE & Co. KGaA erhöht Konzernumsatz bis Ende Juni 2026 um 3,7 % auf 805,5 Mio. EUR (deutsch)
Sto SE & Co. KGaA erhöht Konzernumsatz bis Ende Juni 2026 um 3,7 % auf 805,5 Mio. EUR
EQS-News: Sto SE & Co. KGaA / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis Sto SE & Co. KGaA erhöht Konzernumsatz bis Ende Juni 2026 um 3,7 % auf 805,5 Mio. EUR
31.08.2026 / 10:01 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
P R E S S E I N F O R M A T I O N
der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen
Sto SE & Co. KGaA erhöht Konzernumsatz bis Ende Juni 2026 um 3,7 % auf 805,5 Mio. EUR Rückstand aus dem ersten Quartal trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufgeholt EBIT steigt um 20,6 % auf 30,5 Mio. EUR und EBT um 16,8 % auf 29,9 Mio. EUR EBT-Umsatzrendite nimmt von 3,3 % auf 3,7 % zu Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht weltweit um 27 auf 5.507 Beschäftigte zurück Ausblick für Gesamtjahr 2026 unverändert: Konzernumsatz von 1,62 Mrd. EUR und EBIT zwischen 56 Mio. EUR und 76 Mio. EUR erwartet
Stühlingen, 31. August 2026 - Der Sto-Konzern konnte im zweiten Quartal 2026 wachsen und den Umsatzrückstand aus den ersten drei Monaten trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen aufholen. Zu den größten Herausforderungen im bisherigen Jahresverlauf gehörte zum einen das Wetter: Strenger Frost und nasskalte Witterung zu Beginn des Jahres sowie massive Hitzeperioden im zweiten Quartal führten dazu, dass die Arbeiten auf den Baustellen im Außenbereich teilweise eingeschränkt waren. Das schlug sich vor allem im Fassadengeschäft nieder, dem umsatzstärksten Produktbereich des Konzerns, während sich der Innenbereich, den Sto sukzessive ausbaut, gut entwickelte. Zum anderen blieb die Baukonjunktur in mehreren für Sto wichtigen Regionen weiter deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dem dadurch stagnierenden oder schrumpfenden Marktvolumen in einigen Ländern begegnete das Unternehmen durch den Ausbau der Marktanteile und profitierte von der Umsetzung strategischer Initiativen sowie der breiten Aufstellung des Konzerns.
Insgesamt stieg der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 3,7 % auf 805,5 Mio. EUR (Vorjahr: 777,1 Mio. EUR). Aus Währungsumrechnungen resultierte ein in Summe negativer Einfluss von 1,9 Mio. EUR, der sich vor allem aus der Kursentwicklung des US-Dollar ergab. Ohne Wechselkurseffekte errechnet sich konzernweit ein Zuwachs um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juli 2026 lag der Konzernumsatz über dem Vorjahreswert und konnte die Erwartungen leicht übertreffen.
Im Inland konnte der Rückgang in den ersten Monaten des Jahres durch eine sehr gute Entwicklung im zweiten Quartal kompensiert werden. Insgesamt wurde in Deutschland bis Ende Juni 2026 ein Umsatz von 323,8 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 309,3 Mio. EUR), das entspricht einem Plus von 4,7 %. Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 3,0 % auf 481,7 Mio. EUR (Vorjahr: 467,8 Mio. EUR). Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte lag der Anstieg bei 3,4 %. Der Auslandsanteil am Konzernvolumen verringerte sich leicht auf 59,8 % (Vorjahr: 60,2 %).
Der Geschäftsverlauf im größten Segment Westeuropa, wo sich der Umsatz im Berichtszeitraum um 4,5 % auf 623,1 Mio. EUR vergrößerte (Vorjahr: 596,5 Mio. EUR), wurde getragen von den erfreulichen Zuwächsen in Deutschland sowie in den Landesgesellschaften in Österreich, Spanien und der Schweiz. Unter den Erwartungen blieb das Geschäft in Frankreich. Im Zusammenhang mit der Anpassung staatlicher Förderprogramme wurden hier mehrere große Projekte verschoben. Bereinigt um die positiven Währungsumrechnungseffekte aus der Kursentwicklung des Schweizer Franken ergab sich in dem Segment ein Plus von 4,3 %.
Das Umsatzwachstum im Segment Nord-/Osteuropa um insgesamt 9,1 % auf 84,0 Mio. EUR (Vorjahr: 77,0 Mio. EUR) resultierte ebenfalls teilweise aus Währungsumrechnungseffekten. Ohne die positiven Kurseinflüsse unter anderem in Ungarn, Schweden und Norwegen errechnet sich ein Anstieg um 7,3 %. Dabei konnten die Landesgesellschaften in Osteuropa durchwegs Zuwächse erzielen, während die Umsätze in mehreren skandinavischen Gesellschaften unter dem 2025er Niveau blieben. Grund war unter anderem das zu Jahresbeginn ungünstige Wetter in Nordeuropa.
Im Segment Amerika/Asien/Pazifik wurde im Halbjahresvergleich ein Umsatzminus von 5,0 % auf 98,4 Mio. EUR verzeichnet (Vorjahr: 103,6 Mio. EUR). Der Geschäftsverlauf in Nordamerika war stark durch die negative Kursentwicklung des US-Dollar sowie die schrittweise Einstellung des Geschäftsbetriebs der kanadischen Skyrise Prefab Building Solutions Inc. geprägt. Das erfolgreiche StoPanel-Geschäft in Nordamerika wird ungeachtet der Schließung fortgeführt. Die anderen Landesgesellschaften in Nordamerika sowie in Mittel- und Südamerika konnten ihr Geschäftsvolumen im Berichtszeitraum erhöhen. In Asien war die Nachfrage vor allem in China sehr schwach. Angesichts der extrem schwierigen Marktbedingungen insbesondere im Neubau wird die chinesische Gesellschaft restrukturiert und künftig zunehmend auf den Innenraumbereich und den Renovierungssektor ausgerichtet. Ohne die per saldo negativen Währungsumrechnungseffekte verringerte sich das Umsatzvolumen in dem Segment um 1,0 %.
Das Konzernergebnis der Sto SE & Co. KGaA hat sich im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verbessert, obwohl die Verkaufspreise durch den intensivierten Wettbewerb infolge der Bauflaute zunehmend unter Druck gerieten. Darüber hinaus kommt es aufgrund des Iran-Kriegs verstärkt zu Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite und bei den Frachtkosten. Insgesamt vergrößerten sich das EBIT im Sto-Konzern um 20,6 % auf 30,5 Mio. EUR (Vorjahr: 25,3 Mio. EUR) und das EBT von 25,6 Mio. EUR auf 29,9 Mio. EUR. Trotz der Zuwächse lag das Konzernergebnis ebenso wie die Umsatzrendite, die sich auf 3,7 % belief (Vorjahr: 3,3 %), deutlich unter dem Niveau früherer Jahre. Das EAT stieg auf 18,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR), woraus sich je Sto-Kommanditvorzugsaktie ein Gewinn von 2,92 EUR (Vorjahr: 2,58 EUR) und je Kommanditstammaktie von 2,86 EUR (Vorjahr: 2,52 EUR) errechnet. Die Renditekennziffer ROCE lag am 30. Juni 2026 bei 4,1 % (30.06.2025: 3,4 %).
Die sehr solide Vermögens- und Finanzlage des Sto-Konzerns war geprägt von der üblichen Saisonalität des Geschäftsverlaufs: Während in den ersten sechs Monaten ein hoher Geldbedarf besteht, überwiegen in der zweiten Jahreshälfte in der Regel die Mittelzuflüsse. Im Anstieg der Vorräte auf 175,7 Mio. EUR (31.12.2025: 145,8 Mio. EUR; 30.06.2025: 163,1 Mio. EUR) zeigt sich der vorausschauende Bestandsaufbau, mit dem Sto auf die bereits spürbaren und künftig zu erwartenden Preiserhöhungen infolge des Iran-Kriegs reagierte. Das Netto-Finanzguthaben, das sich aus liquiden Mitteln abzüglich kurz- und langfristiger Finanzschulden errechnet, belief sich zur Jahresmitte 2026 auf 100,6 Mio. EUR (31.12.2025: 113,0 Mio. EUR; 30.06.2025: 92,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag bei sehr soliden 63,3 % (31.12.2025: 65,5 %; 30.06.2025: 62,2 %).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Sto-Konzern belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf -19,2 Mio. EUR nach -0,7 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei wirkte sich insbesondere die zusätzliche Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen aus.
Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte des Sto-Konzerns summierten sich im Berichtszeitraum auf 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR). Zu den größten Einzelprojekten gehörten die mehrjährig angelegte Einführung des ERP-Systems SAP S/4HANA sowie der Erwerb eines bisher gemieteten Standorts in Röthis (Österreich), an dem das VerkaufsCenter für die Region Vorarlberg ansässig ist.
Ende Juni 2026 waren weltweit 5.507 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Sto-Konzern tätig. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag verkleinerte sich die Belegschaft um 27 Personen oder 0,5 % (30.06.2025: 5.534), gegenüber dem Jahresende 2025 ergibt sich ein Zuwachs um 25 Beschäftigte (31.12.2025: 5.482). Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland belief sich zur Jahresmitte 2026 auf 3.027, fünf weniger als im Vorjahr (30.06.2025: 3.032), im Ausland verringerte sich die Belegschaft im Stichtagsvergleich um 22 auf 2.480 Personen (30.06.2025: 2.502). Der wirtschaftlich bedingten Reduzierung bei mehreren Tochterunternehmen wie beispielsweise in China sowie dem Abbau der Mitarbeiter bei der kanadischen Skyrise Prefab Building Solutions Inc. standen auch vereinzelte Neueinstellungen in Landesgesellschaften mit kurz- und mittelfristigen Wachstumsperspektiven entgegen. Der Auslandsanteil an der Konzernbelegschaft verringerte sich leicht von 45,2 % auf 45,0 %.
Umsatz- und Ergebnisprognose für Gesamtjahr 2026 bestätigt
Angesichts der nicht vorhersehbaren Entwicklung insbesondere im geopolitischen Bereich und der damit verbundenen Auswirkungen sind Vorhersagen über den Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten mit extrem viel Unsicherheit verbunden. Verlässliche Aussagen lassen sich kaum treffen, da sich wichtige Parameter nahezu permanent ändern.
Das konkrete Ausmaß der Auswirkungen, die sich aus dem Krieg zwischen dem Iran, Israel und den USA ergeben, lässt sich nicht verlässlich beziffern. Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Auseinandersetzung erhöht sich das Risiko spürbar negativer Folgen. Aktuell rechnet Sto damit, dass der Krieg zu weiteren Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite führt. Nachfragebeeinträchtigungen in den für den Konzern relevanten Märkten sowie Einschränkungen bei der Durchführung der Geschäftstätigkeit oder der Versorgung mit Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie können nicht ausgeschlossen werden.
Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Sto SE & Co. KGaA für das Gesamtjahr 2026 ein leichtes Umsatzwachstum auf 1,62 Mrd. EUR im Konzern (2025: 1,59 Mrd. EUR). Das EBIT liegt voraussichtlich in einer Bandbreite von 56 Mio. EUR bis 76 Mio. EUR (2025: 64,4 Mio. EUR) und das Vorsteuerergebnis EBT zwischen 55 Mio. EUR und 75 Mio. EUR (2025: 65,3 Mio. EUR). Die daraus resultierende Umsatzrendite dürfte sich in einer Spanne von 3,3 % bis 4,7 % bewegen (2025: 4,1 %). Für die Renditekennziffer ROCE wird ein Wert zwischen 7,4 % und 10,2 % erwartet (2025: 8,7 %).
Der vollständige Halbjahresfinanzbericht 2026 steht auf www.sto.de in der Rubrik "Investor Relations" zum Download zur Verfügung.
Die Sto SE & Co. KGaA ist einer der international bedeutenden Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Führend ist das Unternehmen im Geschäftsfeld Wärmedämm-Verbundsysteme. Zum Kernsortiment gehören außerdem hochwertige Fassadenelemente sowie Putze und Farben, die sowohl für den Außenbereich als auch für das Innere von Gebäuden angeboten werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Betoninstandsetzung / Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte Fassadensysteme.
Ansprechpartner Sto SE & Co. KGaA:
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Kontakt über: Tel.: 07744 57-1241, E-Mail: e.boersig@sto.com
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