Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas schwächer erwartet / Steigende Ölpreise und höhere Zinssignale des Fed-Chefs könnten belasten
Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Montag zu Handelsbeginn etwas tiefer in die Sitzung starten. Bankenindikationen sahen den Leitindex ATX rund 40 Minuten vor Handelsbeginn um 0,5 Prozent schwächer. Das europäische Umfeld wird zu Wochenbeginn knapp im Minus erwartet.
Marktbeobachter rechnen mit einem eher ruhigen Wochenstart. Steigende Ölpreise und höhere Zinssignale des Fed-Chefs auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole könnten für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgen, hieß es. Zudem wird in London am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt.
Noch sehr dünn gestaltete sich die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen. Datenseitig startet die neue Woche mit den deutschen Verbraucherpreisen des auslaufenden Monats. Am letzten Freitag haben die Zahlen in Frankreich und Spanien einen erhöhten Preisdruck angezeigt.
Starke Zahlen und ein angehobener Ausblick der Strabag sowie eine Erholung im Bankensektor haben den ATX am Freitag auf neue Höhen getrieben. Eher restriktiv aufgefasste Aussagen des Fed-Chefs Kevin Warsh belasteten die Stimmung nicht. Warsh signalisierte Handlungsbereitschaft, sollte sich die Inflation in den USA nicht dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank annähern. Der ATX ging zu Wochenschluss mit plus 1,65 Prozent auf 6.786,58 Punkten praktisch am Tageshoch aus dem Handel.
Mit einem Kurssprung von 15,8 Prozent schlossen Strabag ganz oben im Leitindex, womit die Titel ebenfalls ein neues Rekordhoch markierten. Der Baukonzern hatte nach einem starken ersten Halbjahr und einem erneut kräftigen Auftragseingang den Ausblick für Bauleistung und Marge angehoben. Analyst Michael Marschallinger von der Erste Group sprach von starken Sechsmonatszahlen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:
Strabag +15,75% 99,20 Euro AT&S +5,04% 154,20 Euro Semperit +3,59% 17,30 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:
Pierer Mobility -2,85% 32,35 Euro Mayr-Melnhof -1,81% 76,10 Euro Vienna Insurance Group -0,84% 70,70 Euro
ger/moe
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