Aktien Asien: Abwartende Entwicklung wegen Notenbanktreffen in Jackson Hole
Die asiatischen Börsen
haben sich am Freitag uneinheitlich entwickelt. Dabei hielten sich
die Veränderungen insgesamt in Grenzen. Das Notenbanktreffen in
Jackson Hole dämpfte die Handelsaktivitäten.
"Die Anleger warten Jackson Hole ab", stellte Jochen Stanzl,
Marktanalyst der Consorsbank fest. Dabei gilt die Aufmerksamkeit den
Ausführungen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh. "Seine Worte
werden vor allem daraufhin abgeklopft werden, wie er das
Spannungsverhältnis zwischen Inflation, Wachstum und dem künftigen
geldpolitischen Kurs einordnet", hieß es von der Landesbank
Baden-Württemberg.
Der Nachhall der Zahlen von Nvidia blieb gering.
"Betrachtet man den Gesamtmarkt, könnte man durchaus von einer
ziemlich verhaltenen Kursreaktion auf eigentlich starke
Nvidia-Zahlen sprechen", so Stanzl. Das zeigte sich an der
südkoreanischen Börse, die nach den Vortagsgewinnen nun wieder um
1,8 Prozent nachgab. Auf Wochensicht tendierte der Index damit
unverändert.
Etwas besser präsentierten sich japanische Aktien. Der Nikkei 225
schloss mit 66.405,56 Punkten 0,4
Prozent fester und tendierte damit auf Wochensicht ebenfalls wenig
verändert. "Die Verbraucherpreise im Großraum Tokio sind lediglich
im Rahmen der Erwartungen gestiegen und das dämpft die
Inflationssorgen wieder etwas", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst
vom Broker CMC Markets, fest. Andererseits sei die Nachfrage nach
einer zweijährigen Staatsanleihe im Rahmen einer Auktion
enttäuschend ausgefallen, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.
Darauf hin seien die Renditen gestiegen.
An den chinesischen Börsen gab es ein durchwachsenes Bild. So stieg
der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone
Hongkong um 0,3 Prozent, während der CSI-300-Index
mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen um 0,3
Prozent sank.
Der australische S&P ASX 200 gewann unterdessen um
0,6 Prozent auf 9.092,30 Punkte und erholte sich damit von den
jüngsten Verlusten./mf/stk