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Devisen (Früh) - Euro vor Warsh-Rede etwas tiefer bei 1,1645 Dollar / Notenbanker-Aussagen in Jackson Hole mit Spannung erwartet

Der Eurokurs hat am Freitag vor mit Spannung erwarteten Äußerungen aus der US-Notenbank leicht nachgegeben. In der Früh wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1645 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1645 Dollar festgesetzt. Nach einem kurzen Sprung über 1,17 Dollar zum Ende der Vorwoche hatte sich der Eurokurs zuletzt konsolidiert.

Vor dem Wochenende sind alle Augen auf das jährliche Notenbankertreffen in Jackson Hole, Wyoming, gerichtet. Besonders gilt dies für die ab 16 Uhr anstehenden Wortmeldungen des US-Notenbankchefs Kevin Warsh, von denen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die Geldpolitik der Fed sowie seine Einschätzung zur Lage an den Anleihemärkten erhoffen. Experten rechnen dabei jedoch nicht mit vielen klaren Aussagen.

"Die Forderungen aus dem Markt nach einem nachvollziehbaren Fahrplan zur Inflationsbekämpfung werden lauter", schrieben zuletzt die Ökonomen Jörg Bayer und Gunter Deuber von Raiffeisen Research. Jedoch hatte Warsh immer wieder klargemacht, dass er sich mit Blick auf den künftigen Zinspfad bedeckt halten wolle. "Wir erwarten eher keine (umfassenden) unterstützenden Aussagen für den US-Anleihemarkt und wenig bis keine weitere geldpolitische Festlegungen, eventuell gepaart mit einem leicht falkenhaften Bias", so die Experten.

Zudem steht am Freitag die alljährliche Benchmark-Revision zu den US-Arbeitsmarktzahlen an. Das anhaltend niedrige Niveau der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kontrastiere mit dem Juli-Arbeitsmarktbericht, der überraschend einen Stellenabbau angezeigt habe, schreiben die Helaba-Experten. Sollte es Anpassungen nach oben geben, könnten die Erwartungen an Zinserhöhungen forciert werden, schätzen sie.

Unterdessen sind die Preise für nach Deutschland importierte Güter wegen höherer Energiekosten im Juli wieder etwas stärker gestiegen, wie das Statistische Bundesamt in der Früh mitteilte. Der Anstieg fiel aber nicht ganz so hoch aus wie von Experten erwartet. Am Vormittag werden auch die deutschen Arbeitslosenzahlen vom August sowie die Verbraucherpreise aus Frankreich und Spanien veröffentlicht. In den USA stehen am hiesigen Nachmittag der Einkaufsmanagerindex aus Chicago und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan an.

spa/ger

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