SANTA CLARA - Die ungebrochene Nachfrage nach Rechenkraft für
KI-Anwendungen treibt den global dominierenden KI-Chipkonzern Nvidia
weiter an. Das Unternehmen steigerte Umsatz und
Nettogewinn in dem am 26. Juli abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal
auf mehr als das Doppelte. Das Wachstumstempo soll auch im kommenden
Geschäftsjahr hoch bleiben. "Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft
mit Volldampf", sagte Firmengründer und Konzernchef Jensen Huang
laut Mitteilung vom Mittwoch. Die Produktion der neuen
Prozessor-Architektur Vera Rubin laufe mittlerweile auf Hochtouren.
Bei den Anlegern an der Börse punktete der Konzern mit den
Neuigkeiten.
ROUNDUP: KI-Produkte treiben Wachstum von Salesforce - Aktie
vorbörslich stark
SAN FRANCISCO - Der US-Softwareanbieter Salesforce
will das Wachstumstempo auch im dritten Geschäftsquartal hoch
halten. Rückwind soll dabei weiterhin auch das KI-Tool Agentforce
liefern. Konzernchef Marc Benioff rechnet laut einer Mitteilung vom
Mittwoch für das laufende Quartal mit einem Umsatzwachstum von bis
zu 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 11,42 bis 11,5 Milliarden
US-Dollar (bis zu 9,87 Mrd Euro). Analysten haben bislang im
Durchschnitt lediglich einen Wert am unteren Ende der Spanne auf dem
Zettel. Bei den Anlegern kam das gut an.
GFT hilft Deutscher Bank beim IT-Umzug des Privatkundengeschäfts in
die Cloud
FRANKFURT/STUTTGART - Der Softwareanbieter GFT Technologies
wird die Deutsche Bank künftig beim
IT-Umbau im Privatkundengeschäft unterstützen. Die Großbank will
dort ihre bisherigen 15 Kernbankensysteme auf zwei moderne
cloudbasierte Plattformen reduzieren. Dazu hat sie laut Mitteilung
vom Donnerstag nun in einem ersten Schritt die Plattform Vault Core
des Finanztechnologieunternehmens und GFT-Partners Thought Machine
ausgewählt. Die GFT-Aktie sprang auf die Nachricht an und notierte
zuletzt an der SDax-Spitze 9,5 Prozent höher.
BERLIN - Der Essenslieferdienst Delivery Hero wird
nach einem Umsatz- und Ergebnisplus in den ersten sechs Monaten des
Jahres optimistischer. "Wir haben ein starkes erstes Halbjahr hinter
uns, mit einer weiteren Beschleunigung im GMV-Wachstum und
bereinigtem Ebitda über den Erwartungen", sagte Finanzchefin
Marie-Anne Popp laut Mitteilung vom Donnerstag. "Diese Leistung gibt
uns die Zuversicht, unsere Prognose für das Gesamtjahr in allen
Kennzahlen anzuheben." An der Börse war die Aktie am Vormittag wenig
bewegt.
Kreise: Klingbeil lädt Unicredit-Chef zu Gespräch über Commerzbank
BERLIN/FRANKFURT - Die Bundesregierung schaltet sich in das
Übernahmeringen zwischen Commerzbank und der
italienischen Großbank Unicredit ein. Vize-Kanzler
Lars Klingbeil (SPD) hat Unicredit-Chef Andrea Orcel für den 14.
September zu einem Gespräch ins Bundesfinanzministerium eingeladen,
wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Es
gehe darum, die Position der Bundesregierung darzulegen und in einen
Austausch zu treten, hieß es. "Dies begleitet die Gespräche der
beiden Banken, denen es weiterhin obliegt, in direkten Beratungen
über den weiteren Weg zu sprechen."
Weltweiter Netzausbau beschert Asta Energy starkes Halbjahr
OED - Die starke Nachfrage aus dem Energiesektor sorgt beim
Kupferspezialisten Asta Energy deutlich für Auftrieb.
So kletterte der Umsatz im ersten Halbjahr um gut ein Fünftel auf
knapp 436 Millionen Euro, wie der SDax-Neuling am
Donnerstag im österreichischen Oed mitteilte. Zugleich schwoll das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen abseits von
Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) um 54 Prozent auf 37 Millionen
Euro an. Den Gewinn unter dem Strich konnte Asta mit 22,5 Millionen
Euro sogar weit mehr als verdoppeln.
VW-Chef: Kosten zu hoch - Einschnitte im Management
EMDEN/ZWICKAU - VW -Konzernchef Oliver Blume hat
spürbare Einschnitte im Management angekündigt. Angesichts des
Spardrucks schaue man auch dort genau hin und baue ein Viertel der
Stellen ab, sagte er bei der Betriebsversammlung am gefährdeten
Standort Emden. "Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist
ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann."
Rheinmetall investiert gut 260 Millionen Euro in Nordhessen
CALDEN - Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall
und das Land Hessen wollen den Rüstungsstandort
Nordhessen mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe
ausbauen. Dazu unterzeichneten Hessens Ministerpräsident Boris Rhein
(CDU) und Rheinmetall-Vorstandschef Armin Papperger eine
Absichtserklärung am Flughafen Kassel-Calden.
ROUNDUP 2: Krisengespräche bei VW - Forderung nach
Zukunftsperspektive
WOLFSBURG - Während der VW-Vorstand seine
Standorte-Tour zur Belegschaft fortsetzt, wird Kritik an einer
fehlenden Perspektive laut. "Es ist meine klare Erwartungshaltung an
den Vorstand, für ein tragfähiges Zukunftskonzept zu sorgen", sagte
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies der Deutschen
Presse-Agentur. "Werksschließungen und massenhafte Entlassungen
können nicht die Lösung sein", kritisierte der SPD-Politiker.