Aktien Frankfurt: Dax vor Jackson Hole etwas flau - Chipwerte nach Nvidia höher
Überzeugende Geschäftszahlen von Unternehmen
aus dem US-Technologiesektor stützen am Donnerstag den deutschen
Aktienmarkt. Nvidia , Salesforce und
Crowdstrike überraschten die Anleger positiv, dies
kam vor allem Halbleiterwerten zugute.
Der Dax notierte gegen Mittag mit einem Plus 0,22
Prozent auf 26.344 Punkten. An sein Vortageshoch kam der deutsche
Leitindex somit nicht heran. Der MDax mit den
mittelgroßen Unternehmen zeigte mehr Zugkraft mit plus 0,84 Prozent
auf 32.796 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
gab um 0,2 Prozent nach.
In den Fokus rückt nun das Notenbanktreffen in Jackson Hole, dessen
Höhepunkt die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag sein wird.
Das ganz große Risiko dürften Marktteilnehmer daher zunächst nicht
eingehen, kommentierte Timo Emden, Marktanalyst von Captrader. Die
Unsicherheit über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik
bremse den Risikoappetit.
Die jüngsten Quartalsbilanzen der US-Chip- und Softwarekonzerne
zogen am deutschen Aktienmarkt die Aktienkurse von Unternehmen aus
diesen Segmenten mit nach oben. Infineon und Aixtron
verteuerten sich um 3,6 beziehungsweise 4,7 Prozent.
Suss Microtec sprangen um 8,2 Prozent hoch. Siemens Energy
- mit Blick auf den hohen Stromverbrauch von
Rechenzentren ebenfalls Nutznießer des KI-Booms - legten um 3
Prozent zu.
Die Anteile von SAP grenzten ihr anfangs kräftiges
Plus auf 0,9 Prozent ein nach schwachem Vortag. GFT Technologies
schnellten um 10 Prozent hoch, hier dürfte eine
Kooperation mit der Deutschen Bank der Haupttreiber gewesen sein.
Die UBS hält an ihrer Überzeugung hinsichtlich des allgemeinen
Wachstumstrends im KI-Bereich fest und ist der Ansicht, dass dieser
weiterhin ein wesentlicher Treiber für ihren positiven Marktausblick
ist.
Umstufungen von Kepler Cheureux bewegten Aktien aus dem deutschen
Telekomsektor. Die Markttrends im zweiten Halbjahr dürften die
Investoren kaum begeistern, es gebe aber attraktive Gelegenheiten,
so die Analysten. United Internet und Ionos
stuften sie auf "Buy" hoch. Die Titel reagierten mit
Zuwächsen von jeweils 3 Prozent. Für die Anteile der Deutsche
Telekom gaben die Experten nach jüngst gutem Lauf
ihre Kaufempfehlung auf. Die T-Aktien verloren 1,9 Prozent.
Die Aktien des Industriedienstleisters Bilfinger
zogen um 3,8 Prozent an, nachdem die UBS sie auf "Buy" hochgestuft
hatte. Nach dem zweiten Quartal seien die Erwartungen an die Marge
gesunken und hätten das Enttäuschungsrisiko für das Gesamtjahr
weitgehend eliminiert, hieß es. Der Auftragseingang habe positiv
überrascht. Die Analysten sahen einen günstigen Einstiegszeitpunkt.
Für die Anteile des SDax-Neulings Asta Energy
ging es nach Halbjahreszahlen und Bestätigung des
erst kürzlich angehobenen Ausblicks um 6,6 Prozent hoch. Die starke
Nachfrage aus dem Energiesektor sorgt bei dem Kupferspezialisten für
Auftrieb./ajx/mis