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Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas höher erwartet / ATX mit plus 0,38 Prozent taxiert - Zahlenvorlagen von Porr, EVN, CA Immo, UBM und Bajaj Mobility

Der Handelsauftakt an der Wiener Börse wird am Donnerstag etwas höher erwartet. Bankenindikationen indizierten den heimischen Leitindex ATX rund 45 Minuten vor Handelsbeginn mit plus 0,38 Prozent. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen sollte es mit den Aktienkursen nach oben gehen.

Unterstützend wurden international die am Vorabend präsentierten Nvidia-Zahlen aufgenommen, welche die Erwartungen übertrafen. Die ungebrochene Nachfrage nach Rechenkraft für KI-Anwendungen treibt den global dominierenden KI-Chipkonzernweiter an.

Mit Zahlenvorlagen rückten am heimischen Aktienmarkt Porr, EVN, CA Immo, UBM und Bajaj Mobility in den Fokus. Der Baukonzern Porr hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Unter dem Strich blieben 36,4 Mio. Euro - um 23,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie (EPS) kletterte um 34 Prozent auf 0,71 Euro. Die Produktionsleistung blieb quasi stabil bei knapp 3,2 Mrd. Euro (minus 0,1 Prozent).

Die Bajaj Mobility AG (ehemals PIERER Mobility AG) hat nach einem starken ersten Quartal 2026 auch im Halbjahr deutlich zugelegt. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 704,1 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich auf 37,6 Mio. Euro, nach minus 183,3 Mio. im Vorjahr. Das EBIT lag bei minus 24,8 Mio. (zuvor minus 256,3 Mio. Euro). Im zweiten Quartal drehte das EBIT erstmals seit dem Sanierungsverfahren ins Plus, so der Motorradhersteller.

Der Energieversorger EVN hat in den ersten drei Quartalen des Wirtschaftsjahres 2025/26 sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert. Der Umsatz legte um 3,1 Prozent auf 2,43 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis stieg um 20,8 Prozent auf 525,1 Mio. Euro.

Das Immobilienunternehmen CA Immo ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Unterm Strich stand ein Minus von 1,4 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 31,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das in der Branche wichtige nachhaltige Ergebnis (FFO I) ging um 11,7 Prozent auf 55,6 Mio. Euro zurück. Grund für den Fehlbetrag seien unter anderem geringere Mieteinnahmen und hohe Zinsen.

Der Wiener Immobilienentwickler UBM Development AG hat im ersten Halbjahr 2026 die Trendwende geschafft und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie das Unternehmen mitteilte, drehte das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf plus 7,3 Mio. Euro, nach einem Verlust von 5,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber für den Ergebnisaufschwung waren anhaltend starke Wohnungsverkäufe sowie erste Asset-Verkäufe.

Am Mittwoch hatte sich die Wiener Börse fester aus dem Handel verabschiedet. Der ATX legte 1,29 Prozent auf 6.758,44 Einheiten zu. Auch an den europäischen Leitbörsen gab es eine positive Tendenz zu sehen, die Aufschläge fielen jedoch etwas moderater aus.

Am heimischen Aktienmarkt konnten zur Wochenmitte einige Industrie- bzw. Bauwerte sehr deutlich zulegen. Die voestalpine-Titel steigerten sich um starke 4,1 Prozent. Wienerberger bauten ein Plus von 2,9 Prozent und die Porr-Papiere zogen 3,7 Prozent hoch. Unter den Banken verteuerten sich Erste Group um 1,5 Prozent.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:

FACC        +4,62% 16,32 Euro
voestalpine +4,13% 45,88 Euro
Porr        +3,70% 40,65 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

Pierer Mobility -2,97% 34,25 Euro
Rosenbauer      -1,62% 60,80 Euro
CA Immo         -1,05% 23,50 Euro

ste/ger

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