Aktien Frankfurt Ausblick: Wenig Bewegung vor US-Preisdaten und Nvidia
Die Anleger sind am Mittwoch am deutschen
Aktienmarkt im Wartemodus. Am Vortag wieder in Rekordnähe
angekommen, lassen sie es beim Dax vor wichtigen
Zinssignalen aus den USA und den nach US-Börsenschluss erwarteten
Quartalszahlen von Nvidia etwas langsamer angehen.
Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn
für den deutschen Leitindex eine kaum veränderte Eröffnung bei
26.255 Punkten. Das Rekordhoch von gut 26.574 Punkten bleibt im
Blick. Weiter sinkende Ölpreise dämpfen die Inflationssorgen.
Am Nachmittag werden vor dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole,
das am Donnerstag beginnt, mit dem PCE-Deflator nochmals
Inflationserkenntnisse erwartet, die für die US-Notenbank Fed von
Bedeutung sind. Die NordLB geht für Juli davon aus, dass daraus nur
ein dezenter Preisanstieg ablesbar sein wird, was die Märkte
möglicherweise etwas beruhigen könne.
Spät am Abend wird dann Nvidia von großer Relevanz sein für die
KI-Fantasie der Anleger, die zuletzt kritischer an das Thema
herangehen. Experten hatten zuletzt schon darauf hingewiesen, dass
man sich an starke Zahlen des Chipriesen gewöhnt habe. Jim Reid von
der Deutschen Bank hatte jüngst angemerkt, dass der
Nvidia-Aktienkurs nach den letzten vier Veröffentlichungen stets
nachgegeben habe.
Eon gewannen vorbörslich auf Tradegate 1,8 Prozent im
Vergleich zum Xetra-Schluss. Die Privatbank Berenberg hatte die
Titel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Kurskorrektur biete eine
attraktive Einstiegschance in den Versorger mit seinen guten
Wachstums- und Renditechancen im deutschen Stromnetz, hieß es dazu.
SAP verloren rund 2 Prozent auf Tradegate angesichts
einer gestrichenen Kaufempfehlung durch die UBS. Die Aktien des
Software-Konzerns seien vernünftig bewertet, die Anlegerstimmung
bleibe allerdings fragil, schrieb Analyst Michael Briest.
Qiagen zogen auf Tradegate um 1,7 Prozent an. Händler
verwiesen auf Berichte, denen zufolge der Diagnostikkonzern mit den
Private-Equity-Häusern EQT und KKR Gespräche über einen Verkauf zu
einem Preis von 50 Dollar pro Aktie laufen sollen. Die
Qiagen-Papiere stehen seit der Bekanntgabe des Chefwechsels am
Montagnachmittag tendenziell unter Druck./ajx/stk