Devisen: Euro legt zum US-Dollar etwas zu
Der Kurs des Euro
Der Euro wurde ein wenig durch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten gestützt. Das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima hat sich im August stärker verbessert als erwartet. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Lageeinschätzungen wurden positiver bewertet.
"Insgesamt sind die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland solide, der Ausblick bleibt jedoch vor dem Hintergrund des anhaltenden Nahost-Konflikts und der hohen Energiekosten unsicher", schreibt Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Dürre und Niedrigwasser stellen ebenfalls Belastungsfaktoren dar."
Die Daten sprechen aber tendenziell für eine Leitzinserhöhung durch die EZB im September. An den Märkten ist eine Leitzinserhöhung bereits fast vollständig eingepreist. Zudem ist das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal höher ausgefallen als in einer ersten Schätzung ermittelt.
Auch die gesunkenen Ölpreise stützten den Euro etwas. Im Blick bleibt die Lage im Nahen Osten. In ihrem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran will die US-Regierung das Land komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Die Reaktionen an den Märkten hielten sich jedoch in Grenzen. "US-Finanzminister Bessent hat keine konkreten Maßnahmen zu Trumps Drohungen einer globalen Wirtschaftsoffensive gegen den Iran genannt", schreiben Experten der Dekabank. "Auch zur beabsichtigten Konsolidierung des US-Haushalts sind keine Einzelheiten bekannt geworden."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85550 (0,85550) britische Pfund, 185,70 (185,60) japanische Yen und 0,9361 (0,9362) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.634 Dollar. Das waren rund 17 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
ISIN EU0009652759
AXC0189 2026-08-25/17:05