Wiener Börse (Nachmittag) - Leitindex ATX gewinnt über ein Prozent / Fallende Ölpreise wirken stabilisierend - AT&S kompensiert Vortagesverluste beinahe
Die Wiener Börse tendiert am Dienstag im Verlauf im Gewinnbereich. Der ATX verbuchte ein Plus von 1,09 Prozent auf 6.689,38 Punkte. Der breitere ATX Prime zog um 1,14 Prozent auf 3.291,01 Einheiten hoch. Die meisten ATX-Werte zeigten sich mit Aufschlägen. An den europäischen Börsen gab es ähnliche Verläufe.
Datenseitig richteten sich heute die Augen auf den ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der auf eine Erholung hindeutet. Demnach hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer zeigt damit den vierten Monat in Folge nach oben.
Die Ölpreise fallen am Dienstag weiter. Die Ankündigung eines Wirtschaftskriegs gegen den Iran habe für viel Wirbel am Ölmarkt gesorgt, sagte Anlagestratege Haris Khurshid vom Hedgefonds Karobaar Capital. Die jüngsten Aussagen aus den Reihen der US-Regierung würden aber keinen unmittelbaren Schock für das physische Angebot auf dem Ölmarkt darstellen. Die heimischen Ölwerte zeigten sich stabil. An der Wiener Börse legten SBO 2,4 Prozent zu, OMV stiegen um 0,2 Prozent.
International haben sich die Technologiewerte wieder stabilisiert. So konnten sich auch Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S teils von den gestrigen Verlusten erholen und bauten bisher 6,3 Prozent auf.
Schlusslichter im ATX sind die Anteilscheine des Faserherstellers Lenzing, die sich um 2,5 Prozent verbilligten. Ein leichtes Minus von 0,1 Prozent verbuchten auch Vienna Insurance Group. Die Versicherung legt morgen ihre Zahlen für das erste Halbjahr vor.
Am breiten Markte büßten Manner-Aktien heute bei einem Umsatz von lediglich zehn gehandelten Stück ein Prozent ein. Der Wiener Süßwarenhersteller ist im ersten Halbjahr 2026 wegen hoher Rohstoffkosten in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen mitteilte, lag das Betriebsergebnis (EBIT) bei minus 664.000 Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Gewinn von rund 3,9 Mio. Euro erzielt worden war. Der Umsatz ging geringfügig um 0,9 Prozent auf 138,1 Mio. Euro zurück.
moe/mik
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