Wiener Börse - ATX nach ruhigem Handel 0,2 % im Minus / Warten auf Nvidia-Zahlen, Nahost-Nachrichten und Notenbankertreffen - AT&S unter Druck, Ölwerte schwach - Insgesamt wenig Bewegung
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Die Wiener Börse hat am Montag leicht im Minus geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem kleinen Abschlag von 0,22 Prozent bei 6.617,52 Punkten. Auch an anderen Börsen in Europa gab es zum Wochenstart nur wenig Bewegung. Wichtige Unternehmensnachrichten und Konjunkturdaten gab es kaum. Viele Anleger dürften derzeit die Entwicklungen im Nahostkonflikt, die Nvidia-Ergebnisse am Mittwoch und das Ende der Woche anstehende Notenbankertreffen in Jackson Hole abwarten.
Auch die meisten ATX-Werte bewegten sich am Montag kaum von der Stelle. Stärker unter Druck kamen lediglich AT&S und büßten 8,4 Prozent ein. Auch an anderen Börsen in Europa gaben Halbleiterwerte nach deutlichen Verlusten von Aktien dieser Branche in Asien nach. An der Börse in Südkorea büßten die Aktien des Branchenschwergewichts Samsung Electronics zum Wochenstart knapp 9 Prozent ein und zogen damit auch Kospi-Index nach unten. Anleger zeigten sich enttäuscht von den Plänen des Elektronikriesen, bis zu 110 Billionen Won (rund 68 Mrd Euro) an die Aktionäre auszuschütten statt wie erhofft Aktien zurückzukaufen.
Schwach zeigten sich auch die Ölwerte SBO und OMV mit Verlusten von 4,3 bzw. 1,2 Prozent. Die Rohölpreise kamen am Montag nach den starken Gewinnen der Vorwoche wieder etwas zurück. Damit gaben auch die Aktien von Ölkonzernen europaweit nach.
Tagesgewinner im ATX waren die Aktien des Faserherstellers Lenzing mit einem Plus von 1,7 Prozent. Gesucht waren auch Porr (plus 1,3 Prozent) sowie die Aktien der Versicherer UNIQA (plus 1,1 Prozent) und VIG (plus 0,9 Prozent). Am breiten Markt stiegen Frequentis um 1,9 Prozent.
Bessent-Pressekonferenz, Nvidia-Zahlen und Notenbankertreffen mit Spannung erwartet
Aufmerksam verfolgt wird an den Börsen jetzt weiter der Nahostkonflikt. Der Iran warnte die USA zuletzt vor schweren Konsequenzen ihres angekündigten Wirtschaftskriegs. Am Abend will US-Finanzminister Scott Bessent in einer Pressekonferenz erklären, welche wirtschaftlichen Sanktionen die USA gegen den Iran nutzen wollen, um die Regierung in Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu bekommen.
Die nächsten börsenrelevanten Konjunkturdaten kommen am Dienstag in Form des ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Die Analysten der Helaba erwarten von dem Stimmungsindikator keine merkliche Verbesserung. Wichtige Impulse werden auch von dem Mittwoch anstehenden Quartalsergebnissen des Chipriesen Nvidia erwartet. Die Zahlen des gemessen an der Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmens der Welt gelten als wichtiger Indikator für die Entwicklung der gesamten KI- und Halbleiterbranche.
Im Blick haben die Märkte schließlich auch das Notenbanken-Symposium in Jackson Hole. Vor allem von der dort angesetzten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die kommenden Zinsentscheidungen der Notenbank Fed.
mik/ste
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