, APA/dpa-AFX

Wiener Börse (Mittag) - ATX in ruhigem Handel behauptet / AT&S büßen nach schwachen Asien-Vorgaben 4 Prozent ein - Insgesamt wenig Bewegung - Anleger warten auf Daten im Wochenverlauf, Nvidia-Zahlen und Notenbankertreffen in Jackson Hole

Die Wiener Börse ist am Montag mit kleinen Abschlägen in die Woche gestartet. Der ATX hielt zu Mittag prozentuell unverändert zum Vortag bei 6 631,75 Punkten. Auch andere Börsen in Europa traten zum Wochenstart auf der Stelle. Impulsgebende Konjunkturnachrichten gibt es am Montag nicht, viele Marktteilnehmer dürften derzeit weitere Entwicklungen im Nahostkonflikt, die am Mittwoch anstehenden Nvidia-Ergebnisse und das Notenbankertreffen in Jackson Hole abwarten.

Die meisten ATX-Werte bewegten sich zu Mittag nur wenig. Das einzige größere Minus verbuchten AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers verloren nach schwachen asiatischen Börsenvorgaben knapp 4 Prozent. An der Börse in Südkorea büßten die Aktien des Branchenschwergewichts Samsung Electronics zum Wochenstart knapp 9 Prozent ein und zogen damit auch Kospi-Index nach unten. Anleger zeigten sich enttäuscht von den Plänen des Elektronikriesen, bis zu 110 Billionen Won (rund 68 Mrd Euro) an die Aktionäre auszuschütten statt wie erhofft Aktien zurückzukaufen. In Folge gaben auch an Europas Börsen Aktien der Chipbranche nach.

Ölwerte nach Rohölpreiskorrektur schwach

Schwach zeigten sich in Wien auch die beiden Ölwerte im ATX. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO fielen um 2,8 Prozent. Die Titel des Öl- und Gaskonzerns OMV verbuchten ein Minus von 0,9 Prozent. Die Rohölpreise kamen am Montag nach den starken Gewinnen der Vorwoche wieder etwas zurück. Auch an anderen Börsen in Europa fanden sich in Folge Ölwerte unter den Verlierern.

Die größten Gewinner im ATX waren zu Mittag die Aktien des Faserherstellers Lenzing mit einem Plus von 1,9 Prozent. Gut gesucht waren auch voestalpine und legten 1,5 Prozent zu. VIG legten 1,4 Prozent zu. Am breiten Markt gewannen FACC-Aktien 2,4 Prozent.

Wichtige Datenveröffentlichungen stehen im Tagesverlauf nicht mehr an. Die nächsten börsenrelevanten Konjunkturdaten kommen am Dienstag in Form des ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Die Analysten der Helaba erwarten von dem Stimmungsindikator keine merkliche Verbesserung. "Ein Anstieg scheint möglich, zu hoch sollten die Erwartungen aber nicht geschraubt werden, denn das Umfeld ist angesichts des ungelösten Nahost-Konflikts und hoher Energiepreise schwierig", schreiben die Experten.

Wichtige Impulse werden auch von dem Mittwoch anstehenden Quartalsergebnissen des Chipriesen Nvidia erwartet. Die Zahlen des gemessen an der Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmens der Welt gelten als wichtiger Indikator für die Entwicklung der gesamten KI- und Halbleiterbranche.

Im Blick haben die Märkte auch das Notenbanken-Symposium in Jackson Hole. Vor allem von der dort angesetzten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die kommenden Zinsentscheidungen der Notenbank Fed. Notenbankchefs nutzen diese Plattform oft um die Märkte auf den künftigen geldpolitischen Kurs vorzubereiten.

mik/moe

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.