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ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung verbessert sich dritten Monat in Folge

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im August trotz des anhaltenden Iran-Kriegs den dritten Monat in Folge verbessert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone stieg um 0,1 Punkte auf 52,1 Punkte, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang auf 51,7 Punkten gerechnet. Der Stimmungsindikator liegt klar über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert.

In den Monaten März bis Mai war der Stimmungsindikator noch jeweils gefallen, nachdem der Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und die Sperrung der Straße von Hormus stark belastet hatten. Nach einer zeitweisen Beruhigung verschärfte sich die Lage im Nahen Osten jüngst allerdings wieder deutlich. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus, einem Nadelöhr des globalen Öl- und Gashandels, ist nicht in Sicht.

Gestützt wurde der Indikator durch den verbesserten Wert in der Industrie. Diese erreichte den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Der Wert im Dienstleistungssektor stagnierte hingegen.

"Dank optimistischer Auftragsbeurteilung, auch aus dem Ausland, dürfte die Talsohle nun durchschritten sein", erklärte Felicitas Henze, Volkswirtin bei der Deutschen Bank die Verbesserung in der Industrie. Die Stimmung im Dienstleistungsindikator könnte indes durch die hohen Öl- und Gaspreise und damit verbundene Inflationssorgen belastet worden sein.

In Deutschland verbesserte sich der Wert für die Industrie, während er sich im Dienstleistungssektor eintrübt. "Die Tatsache, dass die weltwirtschaftliche Nachfrage trotz der Folgen des Iran-Kriegs robust ist, überwiegt offenbar die inländische Belastung durch die Niedrigwasserkrise", kommentierte Elmar Völker, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. "Der Dienstleistungssektor scheint dagegen in einem Sommer-Blues zu sein. Insgesamt wachsen die Bäume für die deutsche Wirtschaft also nicht in den Himmel." Die Lage sei jedoch günstiger, als es zu Beginn des Iran-Kriegs zu befürchten stand. In Frankreich war die Entwicklung ähnlich wie in Deutschland.

Die Entwicklung im Überblick:

AXC0090 2026-08-21/11:13

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