Maue Nachfrage in Deutschland: Fielmann senkt Prognose
Der Optikerkonzern Fielmann senkt
seine Prognose für das laufende Jahr. Verantwortlich ist die
anhaltend maue Konsumstimmung in seinem wichtigsten Markt
Deutschland, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. So
soll der Umsatz 2026 nun noch um zwei bis fünf Prozent auf 2,5 bis
2,55 Milliarden Euro steigen. Zuvor hatte Fielmann 2,55 bis 2,6
Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das bereinigte Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwartet der Konzern nun noch bei
560 bis 580 Millionen, nach zuvor 590 bis 610 Millionen Euro.
Bereits Anfang Juli war Fielmann mit den vorläufigen
Halbjahreszahlen vorsichtiger geworden und hatte bei beiden
Kennziffern das untere Ende der Spannen in Aussicht gestellt.
Für die bereinigte Marge für das Ergebnis vor Steuern erwartet der
Vorstand nun rund 12 Prozent, nach bislang 12 bis 13 Prozent. Das
bereinigte Vorsteuerergebnis dürfte sich entsprechend der
angepassten Margenprognose entwickeln. Nach wie vor erwartet
Fielmann für das zweite Halbjahr eine Beschleunigung des
Umsatzwachstums. Treiber hierfür seien die verstärkte Expansion,
zusätzliche Personalkapazitäten und Produktivitätssteigerungen.
Anleger teilten den Optimismus offenbar zunächst nicht. Die
Fielmann-Aktie rutschte im nachbörslichen Geschäft auf der
Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um knapp fünf
Prozent ab./nas/he