WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: 4. Verlusttag - Dax unter 26.000 Punkten
(überflüssiger Buchstabe im 4. Absatz, 1. Satz entfernt)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag die
jüngsten Verluste ausgeweitet. Es war für den deutschen Leitindex
der vierte Börsentag in Folge mit Verlusten. Gegenwind gab es erneut
vom Ölpreis, der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg und
nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar. Der Dax beendete den
Handel mit einem Abschlag von 0,42 Prozent bei 25.983,04 Zählern.
Das war der niedrigste Stand seit Anfang des Monats. Der MDax der
mittelgroßen Titel gab um 0,34 Prozent auf 31.715,53 Punkte nach.
Sein Rekordhoch hatte der Dax in der Vorwoche bei 26.573 Punkten
erreicht. Seither fehlen Impulse für eine Fortsetzung der Rally.
Gestiegene Renditen an den Anleihemärkten und höhere Ölpreise wegen
des Iran-Kriegs drücken seitdem auf die Stimmung. Vor dem
Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran
drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen
"Wirtschaftskrieg".
"Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und eine freie Seefahrt
in der Straße von Hormus ist eher Wunschdenken als Realität", hieß
es in einer Einschätzung der Landesbank Helaba. "Vor diesem
Hintergrund überrascht es nicht, dass sich die Energiepreise auf
einem erhöhten Niveau festgesetzt haben."
Für Kursausschläge sorgten vor allem Analystenkommentare. Die Aktien
von Sartorius gewannen dank einer Kaufempfehlung der
schweizerischen Bank UBS mehr als sechs Prozent. Premium-Wachstum
verdiene auch eine Premiumbewertung, schrieb Analyst Matthew Weston.
Im Dax legten Continental um gut ein Prozent zu. Jose
Asumendi von der US-Bank JPMorgan äußerte sich in einer
Brancheneinschätzung positiv zu dem Reifenhersteller sowie zum
Konkurrenten Michelin .
Dagegen verloren Brenntag -Aktien gut ein Prozent. Die
US-Investmentbank Bank of America nahm die Bewertung des
Chemikalienhändlers mit dem Votum "Underperform" wieder auf.
Eine gestrichene Kaufempfehlung des französischen Investmenthauses
Kepler Cheuvreux führte beim Werbevermarkter Ströer
zu einem Kursrückgang von gut drei Prozent.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am
Donnerstag 0,35 Prozent. Außerhalb der Eurozone tat sich wenig, die
Börsen in Zürich und London beendeten den Handel nahe ihrer
Vortagesschlusskurse. In New York lag der Dow Jones Industrial
zum europäischen Handelsschluss mit 0,7 Prozent im
Minus./bek/he