Wiener Börse (Eröffnung) - ATX fällt weiter / Leitindex steuert auf vierten Verlusttag in Folge zu - Zahlen von UNIQA, SBO und Mayr Melnhof
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Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich der Wiener Aktienmarkt auch am Donnerstag schwer getan. Der ATX fiel in der ersten Handelsstunde um 0,16 Prozent auf 6.582,48 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,16 Prozent auf 3.240,15 Zähler hinab. Das europäische Umfeld tendierte ebenfalls etwas schwächer.
In den vergangenen Tagen hatten steigende Anleiherenditen und hohe Energiepreise den österreichischen Leitindex kumuliert um zwei Prozent von seinem Rekordniveau abrutschen lassen. Mit der 21- und der 50-Tage-Linie bei 6.577 respektive 6.505 Punkten nähert er sich nun zwei viel beachteten Trendindikatoren an.
Die Zahlen der UNIQA, SBO und Mayr Melnhof riefen eine gemischte Marktreaktion hervor. Während erstere vier Prozent einbüßten, lagen SBO 1,6 Prozent im Plus. Mayr-Melnhof fielen um 2,4 Prozent.
Die UNIQA meldete für das erste Halbjahr ein Prämien- und Gewinnwachstum von 12 bzw. 10,5 Prozent. Die Netto-Combined-Ratio verschlechterte sich leicht von 90,5 auf 91,6 Prozent, blieb aber auf einem sehr guten Niveau. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Analyst Thomas Unger von der Erste Group verwies darauf, dass die unveränderte Guidance auf eine vorsichtige Haltung des Managements hindeute, die wohl auch die Erwartung höherer wetterbedingter Schäden im zweiten Halbjahr hindeute.
Einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbuchte dagegen der Ölfeldausrüster SBO. Ein Lichtblick war der steigende Auftragseingang, zudem verwies Erste-Analystin Vladimira Urbankova auf Umsatzmomentum und steigende Margen im zweiten Quartal. Die erwartete Geschäftserholung dürfte im zweiten Halbjahr folglich langsam in Gang kommen, schlussfolgert die Expertin.
Auch Mayr-Melnhof veröffentlichte rückläufige Umsatz- und Ergebniskennzahlen. Verantwortlich dafür ist vor allem der Sondereffekt aus dem Verkauf der TANN-Gruppe im Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Verpackungskonzern ein anhaltend schwieriges Umfeld.
Unter den ATX-Schwergewichten belasteten OMV und voestalpine mit Abgaben von jeweils gut einem Prozent den Index. Dagegen erholten sich Erste Group um ein Prozent etwas von den schwachen Vortagen.
spa/mik
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