ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx erneut schwächer - US-Renditen im Blick
Die europäischen Börsen haben am
Mittwoch ohne gemeinsame Richtung geschlossen. Der Iran-Krieg und
jüngst stark gestiegene Renditen an den Anleihemärkten hatten die
Stimmung zunächst getrübt. Für vorübergehende Entlastung sorgte die
Ankündigung des US-Finanzministeriums, Rückkäufe langlaufender
Anleihen zu erhöhen.
Besonders deutlich sank daraufhin die Rendite von 30-jährigen
Anleihen, deren Anstieg am Vortag Aktien-Anlegern noch Sorgen
bereitet hatte. Gründe waren gestiegene Inflationssorgen, die Folgen
des Iran-Kriegs, eine stark steigende Staatsverschuldung und der
Kapitalbedarf großer KI-Unternehmen.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geriet am
Mittwoch im späten Handel dennoch unter Druck und schloss mit minus
0,37 Prozent auf seinem Tagestief bei 6.444,46 Punkten. Außerhalb
des Euroraums sah es besser aus. Der schweizerische Leitindex SMI
legte um 0,46 Prozent auf 14.386,58 Punkte zu. Der
britische FTSE 100 gewann 0,14 Prozent auf 10.743,35
Punkte.
Papiere von Goldminen-Betreibern legten in London kräftig zu,
nachdem der Goldpreis deutlich angezogen und von den gesunkenen
US-Renditen profitiert hatte. Fresnillo und Endeavour
Mining waren mit Zuwächsen von 7,8 beziehungsweise
7,5 Prozent die stärksten Werte im "Footsie".
L'Oreal zogen im Zuge der hohen Kursgewinne des
Konkurrenten Estee Lauder an und beendeten den Handel 1,9 Prozent
höher. Der US-Kosmetikhersteller hatte besser als erwartet
ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt.
Die Aktien von Carlsberg verloren 2,1 Prozent. Der
dänische Bierbrauer hatte Zahlen zum ersten Halbjahr mitgeteilt, die
von den Analysten der kanadischen RBC als enttäuschend bezeichnet
wurden.
DocMorris sieht sich weiter auf Kurs in Richtung
Profitabilität. Rückenwind liefert vor allem das Geschäft mit
verschreibungspflichtigen Medikamenten. Anfängliche Verluste machten
die Papiere wett und schlossen 3,8 Prozent fester./ajx/he