Wiener Börse 2 - ATX verliert 0,89 Prozent / Energiewerte als Gewinner des Tages - AT&S büßt 14,2 Prozent ein
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Die Wiener Börse ist heute mit einem erklecklichen Minus aus dem Tag gegangen - bedingt durch steigende Ölpreise wegen des unaufgelösten Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Der Leitindex ATX gab 0,89 Prozent auf 6.642,38 Punkte nach. Der breitere ATX Prime büßte 0,92 Prozent auf 3.268,68 Zähler ein. An den europäischen Börsen zeigte sich ein ähnliches Bild.
Positive Konjunkturaussichten für Deutschland brachten keine Impulse in die Märkte. Auch US-Konjunkturdaten hinterlassen noch keine Spuren. Die Stimmung insgesamt verhagelten die Ölpreise. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete heute bereits wieder 91,23 US-Dollar.
In Österreich gab es heute einen Dämpfer für den Leiterplattenkonzern AT&S, dessen Papiere dem Trend der Technologie folgend 14,2 Prozent abgeben mussten. Auch an den US-Börsen verbuchten KI-abhängige Werte zum Start starke Abschläge.
Verbund baute heute 0,09 Prozent auf 56,95 Euro auf. Die Analysten von Barclays haben ihre Einstufung "Equal Weight" für die Aktien des Verbund bestätigt. Das Kursziel wurde in einer Branchenstudie von 64,0 auf 63,0 Euro gekürzt. Analyst Peter Crampton begründete die Senkung mit leicht gestiegenen Kapitalkosten (WACC) und angepassten Rohstoffpreisannahmen.
Rückenwind durch die Ölpreise gab es auch für die anderen Öl- und Energiewerte. SBO, EVN und OMV legten zwischen 1,0 und 2,2 Prozent zu.
Gewinner des Tages waren die Anteilscheine der Vienna Insurance Group. VIG gingen 3,2 Prozent hinauf.
Semperit sanken heute um 1,47 Prozent auf 16,70 Euro. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der Semperit von 17,50 auf 20,00 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde vom zuständigen Analysten Volker Bosse bekräftigt. Semperit biete eine attraktive Kombination aus effizienterem operativen Betrieb, einer robusten Bilanz und einer Bewertung, die die Qualität der anhaltenden Erholung noch nicht vollständig widerspiegle, schrieb Bosse in der am Montag vorgelegten Studie.
RHI Magnesita gaben ebenfalls nach. Die Papiere des Feuerfestkonzerns verloren um 2,4 Prozent. Das Unternehmen hat heute bekanntgegeben, dass der bisherige Vertriebschef Gustavo Franco mit 1. November 2026 den Posten des Chief Executive Officer (CEO) übernimmt. Er folgt damit auf Stefan Borgas.
moe/spa
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