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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert 0,3 Prozent / Öl- und Energiewerte gesucht - Wienerberger unter Druck - Steyr Motors brechen nach Prognosesenkung ein

Die Wiener Börse hat am Montagnachmittag weiter knapp im Minus tendiert. Der Leitindex ATX hielt zuletzt mit einem kleinen Abschlag von 0,34 Prozent bei 6.710,14 Punkten. Auch an anderen Börsen in Europa ging es leicht nach unten.

Die verfahrene Lage im Iran-Krieg beunruhigt die Anleger dabei immer weniger. Und das, obwohl in dem für 60 Tage anberaumten Rahmenabkommen zur Klärung besonders umstrittener Themen weiter keine Fortschritte erzielt wurden und dieses nun ausläuft. Stattdessen goss US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Wochenende "Öl ins Feuer", als er die Übernahme der Straße von Hormuz ankündigte. Der Iran stellte daraufhin die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.

Die meisten ATX-Werte zeigten sich am Nachmittag nur wenig bewegt, größere Abschläge gab es vor allem abseits des Index. Die einzigen drei Gewinner im ATX kamen aus dem Öl- und Energiesektor. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO lagen mit einem Plus von 1,6 Prozent ganz oben im Index, gefolgt vom Versorger Verbund mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent. Titel des Ölkonzerns OMV legten leicht um 0,2 Prozent zu. Die Rohölpreise haben zum Wochenbeginn vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts erneut etwas zugelegt.

Die größten ATX-Verlierer waren die Aktien des Baustoffkonzerns Wienerberger mit einem Minus von 3,4 Prozent. Deutliche Abgaben verbuchten auch AT&S und CA Immo und verloren jeweils knapp 2 Prozent.

Abseits des ATX verloren die Aktien von Mayr-Melnhof nach Meldung einer Übernahme 1,3 Prozent. Das Unternehmen hat am Montag den Kauf des deutschen Recyclingkartonwerks R.D.M. Arnsberg gemeldet. Der Abschluss des Deals, der noch wettbewerbsrechtlich geprüft werden muss, wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Die Transaktion wird von den Analysten der Erste Group Research negativ bewertet.

Nachrichten gab es auch von Zumtobel. Der Aufsichtsrat des Vorarlberger Leuchtenherstellers hat Heiner Lang zum neuen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens bestellt, teilte das Unternehmen heute mit. Lang wird mit 1. September als weiteres Mitglied in den Vorstand berufen und soll ab 1. Oktober den Vorstandsvorsitz von Alfred Felder übernehmen. Zumtobel-Aktien gaben zuletzt 1,7 Prozent nach.

Steyr Motors brachen im Segment direct market plus um 13,8 Prozent ein. Der oberösterreichische Motorenbauer hat seine Geschäftsziele für das laufende Jahr gesenkt und die Prognose für 2027 ganz zurückgenommen. Als Grund für den Schritt nannte das börsennotierte Unternehmen am Montag Verzögerungen bei internationalen Rüstungsprojekten. Im ersten Halbjahr 2026 lag der vorläufige Umsatz mit 22,8 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahreswert (23,1 Mio. Euro). Der detaillierte Halbjahresbericht folgt am Mittwoch.

mik/spa

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