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Brände in Griechenland: Häufig Stromnetz schuld

Das teils veraltete Stromnetz soll einem Medienbericht zufolge für rund drei Viertel der bislang in diesem Jahr verbrannten Fläche in Griechenland verantwortlich sein. Das berichtet die Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf vorläufige Daten der griechischen Feuerwehr zur Ermittlung von Brandursachen.

Sowohl die großen Waldbrände Ende Juli auf Kreta als auch die verheerenden Brände westlich von Athen Anfang August wurden demnach mit dem Stromnetz in Verbindung gebracht. Auslöser können zum Beispiel Funkenschläge durch Materialschäden oder Verschleiß sein, die trockenes Gebüsch entzünden.

Wartung wie beim Auto

"Das Netz braucht Wartung, so wie ein Auto zur Inspektion muss", zitiert die Zeitung einen Techniker. "Wenn das Notwendige nicht gemacht wird, kann es zwar weiterlaufen - aber man weiß nicht, wie lange und wie sicher."

Der Großteil des rund 250.000 Kilometer langen griechischen Stromnetzes verläuft überirdisch. Der teilprivatisierte Netzbetreiber Deddie greife bei der Wartung des "in weiten Teilen überalterten" Netzes auf Privatunternehmen zurück, kritisieren Techniker anonym gegenüber der "Kathimerini". Zudem sei das Netz über die Jahrzehnte aus unterschiedlichen Materialien, von unterschiedlichen Herstellern und nach unterschiedlichen technischen Standards entstanden, was die Wartung erschwere.

Das Netz weitgehend unterirdisch zu verlegen, sei hingegen illusorisch, hieß es weiter. Die Kosten dafür lägen in manchen Fällen bis zu fünfmal so hoch wie bei oberirdischen Stromverbindungen./axa/DP/jha

AXC0181 2026-08-17/15:22

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