Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt auf 87,01 Dollar / Ausbleibender Frieden im Nahen Osten treibt den Preis - Goldpreis legt auf 4.396,59 zu
Die Ölpreise haben am Montag ihr höheres Niveau aus der Vorwoche nach den jüngsten Angriffen auf Tanker im Nahen Osten gehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober kostete am Vormittag 87,01 und damit rund 0,4 Prozent mehr als am Freitag. Das US-Leichtöl WTI stieg um 0,17 Prozent auf 81,80 Dollar.
Hintergrund der Preisentwicklung sind zudem schwindende Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi erklärte am Wochenende, sein Land habe noch nicht entschieden, ob es die Gespräche mit der Regierung in Washington wieder aufnehmen werde. US-Präsident Donald Trump rief die Bürger der USA dazu auf, wegen des anhaltenden Konflikts etwas höhere Benzinpreise in Kauf zu nehmen.
In der Straße von Hormuz wurden zudem gegen Ende der vergangenen Woche weitere Schiffe attackiert, darunter Tanker mit Verbindungen zur Abu Dhabi National Oil Co. (Adnoc). Dennoch verschiffen Öl-Produzenten aus dem Nahen Osten weiterhin große Mengen Rohöl aus dem Persischen Golf. Die Exporte liegen laut Kreisen über den Marktschätzungen von vier Millionen Barrel pro Tag, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt weiter gesunken. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 85,43 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 85,86 Dollar am Donnerstag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte zum Wochenauftakt zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.396,59 US-Dollar gehandelt, das ist 0,5 Prozent mehr als am Freitag.
moe/ger