Österreichische Staatsanleihen geben am Freitag nach / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug auf 3,40 Prozent - Ölpreisanstiege belasten Anleihen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitagnachmittag mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 6 Basispunkte auf 3,40 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,46 Prozent auf 124,42 Punkte.
Belastet wurden die Anleihen durch die zuletzt erneut gestiegenen Rohölpreise. Die weiter angespannte Lage im Nahen Osten sorgt für Verunsicherung und stützt die Inflationserwartungen. Kurz vor dem Verstreichen einer 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage in der faktisch blockierten Straße von Hormuz weiter angespannt. Eine nachhaltige Öffnung ist weiterhin nicht in Sicht.
Schwache Konjunkturdaten aus den USA stützten die Anleihekurse zum Wochenschluss nicht. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Juli unerwartet und merklich gefallen. Vor allem die sinkenden Benzinpreise hätten das Umsatzergebnis im Juli belastet, kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Ein nennenswerter Effekt wegen der Fußball-WM in den USA ist nicht zu konstatieren."
Die Erwartung auf eine Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed dürfte damit weiter gedämpft werden. Zudem hat sich das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima im August unerwartet deutlich eingetrübt.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,82 2,80 0,02 3 5 Jahre 3,02 2,98 0,04 13 10 Jahre 3,40 3,34 0,06 24 30 Jahre 3,97 3,90 0,07 26
mik/ste