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Wiener Börse (Mittag) - ATX in ruhigem Handel 0,2 Prozent im Minus / Kaum Bewegung unter den Indexwerten - voestalpine mit größtem Minus von 1,5 Prozent - US-Daten am Nachmittag könnten noch Impulse liefern

Der Handel an der Wiener Börse verlief zum Wochenschluss ruhig. Der ATX hielt gegen 12.45 Uhr mit einem knappen Minus von 0,20 Prozent bei 6.714,82 Punkten. Auch andere Börsen in Europa zeigten sich großteils nur wenig bewegt. Gestützt wurden die Märkte dabei von der Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank bei ihrer kommenden geldpolitischen Sitzung. Zudem hat sich auch der Ölpreis, der zuletzt noch Inflationsängste geschürt hatte, nur wenig bewegt.

Unter den ATX-Werten gab es zu Mittag kaum größere Ausschläge. Die größten ATX-Verlierer waren voestalpine mit einem Minus von 1,5 Prozent. Die Kursbewegungen aller anderer ATX-Titel hielten sich in einer engen Bandbreite zwischen plus und minus einem Prozent.

An der Indexspitze lagen zu Mittag die Titel von Wienerberger und des Versicherers UNIQA mit einem Plus von jeweils 0,9 Prozent gleichauf. Gute Nachrichten für die Versicherungsbranche kamen am Freitag von der deutschen Talanx. Der Versicherungskonzern wird nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr optimistischer für 2026 und hat seine Prognose angehoben.

Die am Vormittag gemeldeten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone waren wie erwartet ausgefallen. Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal Frühjahr wie von Analysten prognostiziert um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft noch stagniert.

Impulse für die Börsen könnten am Nachmittag noch die anstehenden US-Einzelhandelsdaten liefern. Die Fußball-WM könnte hier zwar positiv gewirkt haben, gleichzeitig dürfte aber der Benzinpreisrückgang im Erhebungszeitraum die Umsätze belastet haben, erwarten die Analysten der Helaba. Im ebenfalls am Nachmittag anstehenden Index der Verbraucherstimmung dürfte hingegen der jüngste Benzinpreisanstieg negativ durchgeschlagen haben, so die Experten.

Aufmerksam verfolgt wird an den Märkten auch weiter die Entwicklung des Nahostkonflikts. Der Iran hat zuletzt Äußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die wichtige Handelsstraße von Hormuz hätten. Unterdessen sind zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormuz angegriffen worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen.

mik

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