Aktien Frankfurt Ausblick: Dax legt zu - Rekordhoch bleibt damit nah
Der Dax könnte am Freitag
wieder einen Schritt hin zum Rekordhoch machen. Mit Rückenwind von
den internationalen Börsen wird der Leitindex vom Broker IG 0,4
Prozent höher auf 26.395 Punkte taxiert. Er würde sich damit wieder
eine positive Bilanz der aktuellen Woche beschaffen, die geprägt ist
von der am Mittwoch erreichten Bestmarke bei 26.573 Zählern.
Der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei
225 sind am Morgen der anhaltenden
Erholung an der technologielastigen US-Börse Nasdaq gefolgt, während
die zuletzt wieder erhöhten Ölpreise derzeit stagnieren und die
Inflations- und Zinssorgen nachlassen. Laut der LBBW verbessert die
Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed die Börsenlaune -
auch ohne Fortschritte bei der Öffnung der Straße von Hormus.
Wie die Landesbank schreibt, hält der "schöne Aktiensommer" damit
an. Der Dax widersetze sich dem saisonalen Gegenwind im August, der
eigentlich als "schwieriges Terrain" gelte. In den vergangenen drei
Jahrzehnten habe der Dax in diesem Monat durchschnittlich 2,2
Prozent verloren. Mit den Kursgewinnen, die am Freitag erwartet
werden, würde er seinen Monatsgewinn nun wieder auf mehr als drei
Prozent ausbauen.
Zuletzt galt auch die Berichtssaison der Unternehmen mit überwiegend
erfreulichen Ergebnissen als Stütze. Um diesen Einfluss wird es aber
ruhiger.
Am Morgen wurden Quartalszahlen von Nebenwerten wie SFC Energy
oder Talanx veröffentlicht. Titel des
Brennstoffzellenspezialisten SFC legten in ersten vorbörslichen
Reaktionen deutlich um 5,5 Prozent zu, weil das Unternehmen etwas
optimistischer auf das laufende Jahr blickt. Aber auch der Kurs des
Versicherers Talanx bewegte sich im Plus.
Energiekontor hatte am Vortag schon schlechte
Nachrichten: Nach den zuvor schon belastenden Quartalszahlen
überraschte der Wind- und Solarparkentwickler seine Anleger am Abend
mit gesenkten Jahreszielen, die am Morgen noch bestätigt wurden. Als
Grund wurden deutlich spätere Netzanschlusstermine mehrerer
schottischer Windparkprojekte aufgeführt. Hatten die Titel am Vortag
schon fast sieben Prozent verloren, ging der Kursrutsch nun
vorbörslich um elf Prozent weiter.
Bei der Norma Group dagegen schießt der Kurs
vorbörslich um 7,5 Prozent in die Höhe. Beflügelt wird er von
Aktienrückkäufen des Verbindungstechnik-Spezialisten. Das
Unternehmen will rund 9,3 Millionen Aktien zum Kaufpreis von je
22,35 Euro einziehen. Dieser Preis liegt mehr als 16 Prozent über
dem Vortags-Schlusskurs von 19,18 Euro.
Bei Douglas zieht eine Verkaufsempfehlung von Goldman
Sachs im Tradegate-Handel ein Minus von mehr als sechs Prozent nach
sich. Die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals hätten die
Herausforderungen der Parfümeriekette auf dem europäischen Markt
unterstrichen, argumentierte der Analyst Richard Edwards. Zudem
verschiebe sich der Schwerpunkt weiter in das weniger profitable
Online-Geschäft./tih/jha/