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Wiener Börse - ATX gewinnt 0,27 Prozent / Zahlenvorlagen von Polytec, Semperit und Addiko Bank

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Die Wiener Börse hat am Donnerstag nach einem ruhigen Handel mit einer freundlichen Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX gewann zum Sitzungsende 0,27 Prozent auf 6.728,18 Punkte. An den europäischen Leitbörsen gab es am Berichtstag keinen klaren Richtungsentscheid zu sehen.

Nachlassende Zinserhöhungsspekulationen in den USA unterstützen international die Aktienmärkte, schrieben die Helaba-Analysten. Zudem kamen die Rohölpreise wieder etwas zurück. Auf Unternehmensebene standen am heimischen Aktienmarkt die publizierten Quartalszahlen von Semperit, Polytec und der Addiko Bank im Fokus.

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat im zweiten Quartal weitere Abstriche beim Umsatz machen müssen, verdiente unter dem Strich aufgrund niedrigerer Personalkosten aber deutlich mehr. Nach sechs Monaten lag der Nettogewinn bei 4,6 Mio. Euro, nach 1,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025. Der Umsatz schrumpfte auf 287 Mio. Euro, nach 358 Mio. Euro. Die Polytec-Aktie reagierte auf die Ergebnisvorlage mit minus 0,6 Prozent. Laut Erste Group zeigte das veröffentlichte Zahlenwerk eine beträchtliche Verbesserung bei der Profitabilität trotz Umsatzeinbußen.

Der in Wien ansässige Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im ersten Halbjahr 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Wie das Unternehmen mitteilte, verdoppelte sich das operative Ergebnis (EBITDA) im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 66,6 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 11,1 Prozent auf 355,9 Mio. Euro. Nach Steuern stand ein Gewinn von 28,6 Mio. Euro zu Buche, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 11,2 Mio. Euro verzeichnet worden war.

An der Börse wurden die Zahlen gut aufgenommen. Der Semperit-Aktienkurs legte um 3,0 Prozent zu. Die Analysten der Baader Bank schrieben in einer ersten Reaktion von "sehr starken" Ergebnissen. Für die Experten der Erste Group waren die Zahlen hingegen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Sonderbelastungen aus Rückstellungen aufgrund von Rechtsrisiken in Kroatien und Slowenien sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Bieterkampf bzw. der bevorstehenden Übernahme durch die Raiffeisen Bank International (RBI) haben das Ergebnis der Addiko Bank im ersten Halbjahr ins Minus gedrückt. Unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 23 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 24 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Prognose für 2026 bleibt ausgesetzt. Die Aktie tendierte prozentuell unverändert.

Von Analystenseite meldete sich zudem die Erste Group und stufte ihre Anlageempfehlung für die Post-Aktie von "hold" auf "accumulate" hoch. Das Kursziel wurde hingegen bei 35 Euro belassen. Die Post-Titel schlossen mit minus 0,5 Prozent bei 30,75 Euro.

Nach den deutlichen Vortageszuwächsen von mehr als acht Prozent legten die Aktien von AT&S um weitere 1,6 Prozent zu. Seit dem Jahresauftakt liegen die Titel damit in Summe um beachtliche mehr als 400 Prozent im Plus.

ste/sto

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