Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis im Minus / Goldpreis gibt ebenfalls nach
Die Ölpreise sind am Donnerstagvormittag gesunken. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober wurde gegen elf Uhr bei 87,34 Dollar gehandelt und damit 1,3 Prozent tiefer als am Vortag.
Trotz des leichten Rückgangs halten sich die Notierungen am Ölmarkt auf einem erhöhten Niveau. Seit Montag hat sich Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent um mehr als drei Dollar je Barrel verteuert, nachdem weiter keine Einigung für ein Ende des Iran-Kriegs in Sicht ist.
Bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran scheinen die Fronten verhärtet. Zuletzt wurden Pläne des Iran bekannt, für die Durchfahrt der Straße von Hormuz künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden.
Nach Einschätzung Anlagestrategen des dänischen Online-Handelshauses Saxo Markets ist in den kommenden Handelstagen mit Kursschwankungen am Ölmarkt zu rechnen. Solange die diplomatischen Bemühungen zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz keine Erfolge zeigen, dürfte dies "ein bestimmendes Merkmal bleiben". Zuletzt haben Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) und der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gezeigt, dass die höheren Ölpreise die Nachfrage auf dem Weltmarkt bremsen.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gesunken. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 85,99 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 86,60 Dollar am Dienstag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab ebenfalls nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.377,92 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,7 Prozent weniger als am Vorabend.
ste/mik