Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend mit Gewinnen / Österreichs Wirtschaft stagniert - Warten auf US-Konjunkturdaten am Mittwoch
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag überwiegend mit Gewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um zwei Basispunkte auf 3,37 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,3 Prozent auf 124,84 Punkte.
Österreichs Wirtschaft tritt auf der Stelle. Laut WIFO-Schnellschätzung vom Dienstag blieb nämlich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich nur noch ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Der Ölpreisschock habe zwar die Konjunkturerholung unterbrochen, die Industrieproduktion stieg jedoch im Jahresvergleich entgegen dem Auftragstrend.
"Wichtige Vorlaufindikatoren hellten sich im Juli zwar spürbar auf, die Nachfragebasis blieb jedoch schmal", so die Ökonomen. Demnach habe die Industrie ihre Produktion so kräftig ausgeweitet wie zuletzt Mitte 2022, allerdings schrumpften die Auftragseingänge weiter.
Im weiteren Handelsverlauf stehen nur wenige wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, die für Impulse sorgen könnten. Der Markt dürfte sich daher zunehmend auf Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA für den Monat Juli konzentrieren, die am Mittwoch erwartet werden.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,80 2,82 -0,02 2 5 Jahre 3,00 3,02 -0,02 14 10 Jahre 3,37 3,39 -0,02 22 30 Jahre 3,92 3,90 0,02 27
moe/spa