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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX rutscht 0,57 Prozent ab / Konflikt USA-Iran als Bremsklotz - Frequentis mit Zuwächsen nach Zahlen - Energiewerte im Aufwind

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Der Wiener Börse hat den Dienstag mit Verlusten gestartet. Der heimische Leitindex ATX fiel rund eine Stunde nach Handelsbeginn um 0,53 Prozent auf 6.617,83 Punkte. Der ATX Prime verlor 0,45 Prozent auf 3.261,83 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls nur wenig bewegt. Die wichtigsten europäischen Indizes tendierten unterschiedlich, aber mehrheitlich mit Abschlägen. Anhaltende Unsicherheiten liefert der Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Im internationalen Politfokus wird heute wohl wieder der Iran-Krieg stehen. Zwar hatten sowohl der Iran als auch die USA zuletzt von einer absehbaren Einigung zur Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz gesprochen. Allerdings gab es seit Kriegsbeginn schon etliche Kehrtwenden und die Gemengelage ist äußerst komplex. Positive Impulse für den Markt würden ausbleiben, schreiben die Analysten der Helaba in einem Kommentar.

Österreichs Wirtschaft tritt zudem auf der Stelle. Laut WIFO-Schnellschätzung vom Dienstag blieb nämlich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich nur noch ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Der Ölpreisschock habe zwar die Konjunkturerholung unterbrochen, die Industrieproduktion stieg jedoch im Jahresvergleich entgegen dem Auftragstrend.

In Österreich zieht heute der Wiener Technologiekonzern Frequentis mit Zahlen für das erste Halbjahr die Blicke auf sich. Das Unternehmen hat demnach ein starkes erstes Halbjahr 2026 hingelegt. Der Umsatz stieg um 44,8 Prozent auf 342,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 4,3 auf plus 15,6 Mio. Euro, der Auftragseingang erhöhte sich um 17 Prozent auf 361,7 Mio. Euro. Die Zahlen sehen auf den ersten Blick leicht positiv aus, schreiben die Analysten der Erste Group in einer ersten Reaktion. Die starke Auftrags- und Umsatzdynamik dürfte sich fortgesetzt haben, so die Experten. Nach anfänglich Zuwächsen hielten Frequentis zuletzt bei minus 0,3 Prozent.

Tendenziell höhere Ölpreise geben den heimischen Energiewerten Auftrieb. Die schwergewichteten OMV legten 1,1 Prozent zu. An der Spitze des ATX fanden sich Verbund mit ebenfalls plus 1,1 Prozent. EVN bauten immerhin noch ein Plus von 0,04 Prozent.

Die Aufsteiger der vergangenen Monate, AT&S, legten 0,8 Prozent zu. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit 365 Prozent im Plus.

Gewinnmitnahmen gab es bei den Bankwerten. Raiffeisen Bank International (RBI) verloren als ATX-Schlusslicht 1,9 Prozent. Erste Group büßten 1,2 Prozent ein, BAWAG 0,8 Prozent.

moe/mik

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