Aktien New York: Rekordhohe US-Börsen geben moderat nach
Die sich in Rekordnähe befindenden US-Börsen
sind am Montag zwischen kleinen Gewinnen und Verlusten gependelt.
Die Stimmung stützt, dass Sorgen vor Leitzinserhöhungen nach dem
US-Arbeitsmarktbericht am Freitag nachgelassen haben. Das Thema
Wiederöffnung der Straße von Hormus sorgt zugleich für Unsicherheit,
denn einen diplomatischen Durchbruch im Iran-Krieg gibt es immer
noch nicht.
Der Dow Jones Industrial gab rund zwei Stunden vor
dem Börsenschluss um 0,3 Prozent auf 53.900 Punkte nach. In der
vergangenen Woche hatte der bekannteste Wall-Street-Index um drei
Prozent zugelegt und zeitweise bei 54.744 Zählern ein Rekordhoch
erreicht. Der S&P 500 sank zum Wochenstart um 0,1
Prozent auf 7.754 Punkte. Der überwiegend mit Technologieaktien
bestückte Nasdaq 100 verlor 0,2 Prozent auf 29.675
Zähler.
Zu den Verlierern zählten am Montag Nvidia mit minus
2,5 Prozent, Intel mit minus 2,9 Prozent und Ebay
mit minus 3,1 Prozent. Wie mit der Angelegenheit
vertraute Personen der Nachrichtenagentur Bloomberg sagten, steht
eine Gruppe großer US-Investmentgesellschaften kurz vor einer
Partnerschaft mit dem KI-Chiphersteller Nvidia zur Finanzierung des
Ausbaus von KI-Infrastruktur im Umfang von 500 Milliarden US-Dollar.
Eine Vereinbarung könnte bereits an diesem Montag bekannt gegeben
werden. Zuvor hatte bereits die "Financial Times" über das
Finanzierungsvorhaben berichtet.
Der Chiphersteller Intel kündigte zur Finanzierung seiner
ehrgeizigen KI-Wachstumsstrategie an, zusätzliche Aktien im Wert von
15 Milliarden US-Dollar auszugeben.
Die Papiere der Online-Auktionsplattform Ebay litten darunter, dass
der Videospiele-Händler Gamestop womöglich sein
Übernahmeangebot zurückziehen könnte. Firmenchef Ryan Cohen erwäge
statt eines Kaufs, Ebay eine Partnerschaft oder ein
Gemeinschaftsunternehmen vorzuschlagen, berichtet die
Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache
vertraute Personen. Die Gamestop-Aktien gaben um 0,7 Prozent nach.
Apple , erst Ende Juli auf ein Rekordhoch geklettert,
büßten 2,1 Prozent ein. Das Analysehaus Jefferies stufte die Titel
des iPhone-Herstellers von "Hold" auf "Underperform" ab. Ein bislang
für den Markteintritt im September 2027 geplantes voll gläsernes
iPhone werde wohl nicht weiter verfolgt, schrieb Analyst Edison Lee.
Für die Papiere von Meta ging es um 0,4 Prozent nach
oben. Der Facebook-Mutterkonzern stellte ein neues KI-Modell namens
"Muse Glimmer" vor. Das Modell soll auf einem einzelnen Computer
ausgeführt werden können und es Nutzern ermöglichen, die
entsprechende Technologie herunterzuladen und anzupassen.
Die Anteilscheine von HP Enterprise gewannen 4,0
Prozent. Morgan Stanley stufte die Papiere auf "Overweight" hoch und
schätzt die IT-Hardware-Branche insgesamt positiver ein. Dabei wurde
vor allem auf Investitionen in KI-bezogene Infrastruktur verwiesen.
SpaceX pendeln aktuell wieder um ihren Ausgabepreis
von 135 Dollar. Zuletzt gaben sie um 0,4 Prozent auf unter 133
Dollar nach. Am 12. Juni war das Unternehmen von Elon Musk an die
Börse gegangen. Nach drei fulminanten Handelstagen kam schnell
Ernüchterung auf./ck/he