ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Rekord knapp verpasst
Der Dax hat am Montag sein
Rekordhoch nur knapp verpasst. Zur Mittagszeit war der deutsche
Leitindex dicht dran, anschließend ließ der Schwung nach. Am Ende
des Tages blieb ein Plus von 0,02 Prozent auf 26.323,88 Zähler. Der
MDax der mittelgroßen Börsenwerte schloss 0,48
Prozent tiefer auf 32.251,14 Punkten.
"Kurzfristig sollten die Aktienmärkte durchatmen, längerfristig
bleiben die Aussichten allerdings dank starkem Gewinnwachstum und
moderaten Bewertungen gut", hieß es von der Dekabank. Der Konflikt
im Nahen Osten bleibe im täglichen Handel ein Thema, aber auf Sicht
mehrerer Wochen zeige sich seit dem Frühjahr immer wieder, dass der
starke Gewinntrend und das Thema KI in allen Facetten deutlich
entscheidender seien.
Im Iran-Krieg fehlt noch immer der diplomatische Durchbruch, sodass
Anleger mit Blick auf eine Wiederöffnung der für den Öltransport
wichtigen Straße von Hormus zwischen Hoffen und Bangen hin- und
hergerissen sind. Am Montag legten die Ölpreise wieder zu. Dass die
Sorgen vor Leitzinserhöhungen in den Vereinigten Staaten nach dem
US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag nachlassen, ist einer guten
Stimmung hingegen förderlich.
Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 ,
schrammte am Montag ebenfalls nur knapp an seinem Höchststand vorbei
und schloss mit plus 0,18 Prozent auf 6.535,62 Zähler. Außerhalb der
Euroregion verbuchte die schweizerische Börse moderate Gewinne, jene
in London leichte Verluste. In New York notierte zum europäischen
Börsenschluss der Leitindex Dow Jones Industrial
unverändert, der technologielastige Nasdaq 100 gab
leicht nach.
Die Aktien von Qiagen bekamen am Nachmittag mit der
Öffnung der New Yorker Börsen auch in Frankfurt nochmals Schub und
gewannen zum Handelsende an der Dax-Spitze 5,5 Prozent. Laut Analyst
Jan Koch von der Deutschen Bank zeigen die jüngsten Quartalszahlen
des Diagnostikspezialisten eine operative Verbesserung. Die unter
den Erwartungen liegende Prognose für das laufende Quartal sei eher
auf eine vorsichtige Haltung des Managements zurückzuführen, nicht
auf eine Verschlechterung des operativen Geschäfts.
Am Dax-Ende verloren die Papiere von Deutschen Telekom
3,2 Prozent und gaben damit einen Teil ihrer gegen
Ende der Vorwoche nach Quartalszahlen eingefahrenen Kursgewinne ab.
Der Anlagenbauer Gea bestätigte die vorläufigen
Quartalszahlen sowie den jüngst erhöhten Ausblick. Der
Neuigkeitsgehalt war gering und die Kursbewegung mit einem Anstieg
von 0,5 Prozent daher eher verhalten.
Einen deutlichen Rückschlag um gut 9 Prozent verzeichneten nach der
jüngsten Erholungsrally die Aktien von Stabilus . Für
Unsicherheit sorgte eine Personalie. So hatte Finanzchef Andreas
Jaeger seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufgelöst.
Die Stabilus-Anteile waren am Montag der schwächste Wert im
Nebenwerteindex SDax ./ajx/he