Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Abgaben / Ölpreise legen wieder deutlich zu
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Montagnachmittag mit Abgaben gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um fünf Basispunkte auf 3,39 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 21 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,4 Prozent auf 124,58 Punkte.
Gegenwind kam dabei durch einen erneuten Anstieg der Ölpreise. Wegen der Unsicherheit über Transporte durch die Straße von Hormuz legten sie zuletzt deutlich zu. Der Iran dämpfte Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Meerenge für den Schiffsverkehr. Die Führung in Teheran stellte neue Bedingungen für Transporte von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf. US-Präsident Donald Trump zeigte sich daraufhin demonstrativ gelassen und sagte dem Nachrichtenportal "Axios": "Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit".
In der Tendenz sei weiter mit steigenden Ölpreisen zu rechnen, solange der Markt eher die Möglichkeit einer Störung der Öllieferungen durch die Straße von Hormuz einpreist, heißt es von Anlageexperten des US-Hedgefonds Karobaar Capital mit Sitz in Chicago. Solange es keine Normalisierung der Warenströme gebe, dürfte das geopolitische Risiko die Rohölpreise stützen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,82 2,78 0,04 3 5 Jahre 3,02 2,97 0,05 13 10 Jahre 3,39 3,34 0,05 21 30 Jahre 3,90 3,90 0,00 23
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